Ortsregister zum Selbstzeugnis des Hans Krafft



Ort

Erläuterung

Folio, Seite

Alach1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

203v
Allmenhausen1620: Grafschaft Schwarzburg-Sondershausen (Unterherrschaft)

2008: Kyffhäuserkreis, Thüringen

202v
Allstedt1620: Herzogtum Sachsen-Eisenach und Altenburg

2008: Kreis Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt

96v
Annaburg1620: Kurfürstentum Sachsen

2008: Kreis Wittenberg, Sachsen-Anhalt

24r
Apfelstädt1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Kreis Gotha, Thüringen

3v
Arnstadt1620: Grafschaft Schwarzburg-Sondershausen (Oberherrschaft)

2008: Ilm-Kreis, Thüringen

22v, 155r, 166v, 203v
Aschersleben1620: Hochstift Halberstadt

2008: Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt

96v
Azmannsdorf1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

163r
Berka1620: Grafschaft Schwarzburg-Sondershausen (Unterherrschaft)

2008: Kyffhäuserkreis, Thüringen

23r
Bernterode1620: Eichsfeld, Kurfürstentum Mainz

2008: Kreis Eichsfeld, Thüringen

163v
Bischleben-Stedten1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

143v, 162r, 199r, 199r
Böhmen, Königreich164v, 193r
Bramsche1620: Hochstift Osnabrück

2008: Kreis Osnabrück, Niedersachsen

168r
Brandenburg, Kurfürstentum194r, 194v, 195r
Braunschweig1620: Fürstentum Wolfenbüttel

2008: (kreisfrei), Niedersachsen

124v
Breisach am Rhein1620: Vorderösterreich, Erzherzogtum Österreich

2008: Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg

126r, 126r, 191v
Bremen1620: Reichsstadt Bremen74v, 196v
Bremervörde1620: Erzstift Bremen

2008: Kreis Rotenburg (Wümme), Niedersachsen

155r
Buchholz1620: Graftschaft Hohnstein

2008: Kreis Nordhausen, Thüringen

139v, 202r
Büßleben1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

101v
Butjadingen1620: Grafschaft Oldenburg

2008: Kreis Wesermarsch, Niedersachsen

196v
Buttstädt1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Kreis Sömmerda, Thüringen

24v, 155r, 202r
Daberstedt1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

Kurmainzisches Küchendorf, jetzt Ortsteil von Erfurt. Die „Erffurtische Chronica“ (S. 356) berichtet, dass im April 1633 mit dem Abriss Daberstedts begonnen wurde, um dem Feind die Möglichkeit des Aufenthaltes zu nehmen und um zu verhindern, dass die Bürger zum Biertrinken nach Daberstedt gingen. Das kurmainzische Küchendorf Daberstadt, das mit Geldleistungen zum Unterhalt der mainzischen Beamten beitrug, hatte zum Ausgleich das Recht zum Bierbrauen erhalten. WAGNER, Daberstedt, S. 35ff., datiert dagegen den Abriss auf den 2.3.1632 (wie auch BEYER/BIEREYE, S. 543), der angeblich aus strategischen Gründen erfolgte.
25v, 42r, 71r, 173v, 177r, 199v, 200r, 200v
Dalmatien90v
Dänemark194r, 194r
Dittelstedt1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

146r, 173r, 202r
Dresden1620: Kurfürstentum Sachsen

2008: (kreisfrei), Sachsen

162r, 163r, 192r
Eichelborn1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Kreis Weimarer Land, Thüringen

208r
Eischleben1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Ilm-Kreis, Thüringen

24v, 43r
Eisenach1620: Herzogtum Sachsen-Eisenach

2008: (kreisfrei), Thüringen

138v, 147r, 155r
Eisleben1620: Grafschaft Mansfeld

2008: Kreis Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt

96v
Elsass191v, 193r
Elxleben1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Kreis Sömmerda, Thüringen

168r
England193r, 193r, 193v, 193v, 194r, 194r, 194r
Erfurt, ÄgidienkircheZu den Besonderheiten der Krämerbrücke gehört, dass sich an ihren Eingängen Brückenkopfkirchen befanden. Ihre Schiffe lagen zum Teil über den hohen Torbögen, wie heute noch die Ägidienkirche über dem Osteingang; ihr spitzer Turm steht daneben. Zuerst erwähnt wird die Kirche 1110, in Stein erbaut wurde sie 1321-1324. In der Kirche befanden sich mehrere Krambuden. Sie diente Händlern, Pilgern und Kaufleuten als Sakraments- und Beichtkapelle.13r
Erfurt, Allerheiligenkirche (Omnium Sanctorum)Gestiftet im ersten Viertel des 12. Jahrhunderts, zusammen mit der Kirche wurden ein Kloster und ein Armenspital erreichtet. Die Besiedlung des Klosters erfolgte 1117 durch regulierte Augustiner-Chorherren . Seit der Mitte des 13. Jahrhunderts hatte die Allerheiligenkirche ihre Eigenschaft als Kloster und Hospitalkirche verloren, die regulierten Augustiner-Chorherren stellten auch nicht mehr die Pfarrer, wenngleich sie in katholischem Besitz blieb. Prediger war dort ab 1631 bis 1637 Michael Altenburg.163r
Erfurt, AndreaskircheDie Pfarrkirche, nach der das Stadtviertel benannt ist, wird erstmals 1182 erwähnt. Der erhaltene Bau stammt von 1203. 1399 wurde die Kirche kraft päpstlichen Erlasses dem Benediktinerinnen-Kloster auf dem Cyriaksberg inkorporiert, unter deren Patronat sie bis 1687 verblieb. 1522 wurde die Kirche evangelisch. 1633 errichteten die Schweden nach Abriss des Helmes auf dem Turm eine Batterie.219r
Erfurt, AndreastorDas 1375 errichtete äußere Tor im Norden befand sich etwa dort, wo die Glockengasse in die Andreasstraße mündet. 1687 wurde es im Zusammenhang mit dem Ausbau der Zitadelle Petersberg abgebrochen.69r, 110r, 141r
Erfurt, AngerHaupt-Straßenzug in der Altstadt Erfurts.2r, 22v, 65r, 104r, 110r, 200r
Erfurt, auf dem Anger"Zum weißen Löwen", Anger 10: Hier befand sich 1631-1635 und 1636-1650 die schwedische Statthalterei, kurzzeitig auch mit Herzog Wilhelm von Sachsen-Weimar an der Spitze.110r
Erfurt, Auf der GeraHeute auf dem Juri-Gagarin-Ring.166r
Erfurt, Auge"Auge" ist vermutlich eine Flurbezeichnung für das Gelände bei den Fischteichen in der Nähe der Kartause.40r
Erfurt, AugustgasseBezeichnung der heutigen Bahnhofsstraße vom Anger bis zum Ring, benannt nach dem an der Straße gelegenen Kloster der regulierten Augustiner-Chorherren.22v, 22v, 27r, 65r, 110r
Erfurt, BarfüßerkircheDie Barfüßerkirche - 1231 erster, ab 1291 zweiter Bau - war eine 3-schiffige Pfeilerbasilika mit 4-jochigem Chor, Turm und Kapelle und gehörte vor ihrer Aneignung durch die Protestanten (1525) zum Kloster der Franziskaner. Vgl. GUTSCHE, Geschichte der Stadt ErfurtAbb. 56.2r, 3r, 7r, 7r, 10v, 49r, 122r, 169v, 169v, 236v
Erfurt, Bartholomäus-KircheDie Kirche am Anger wird 1182 erstmals urkundlich erwähnt, 1591 wird der Turm Glockenturm der Barfüßerkirche, 1660 wurde sie beim Großen Stadtbrand zerstört, 1668 erfolgt der Abbruch der Kirche. Der Turm blieb bis heute erhalten. Die ehemals katholische Kirche war während der schwedischen Besetzung Erfurts protestantische "Hauptkirche" für die schwedischen Gesandten und ihre Verbündeten, wo die jeweiligen Konventstage des "Heilbronner Bundes" eröffnet wurden.49v
Erfurt, BorngasseSeit 1587 Kleine Borngasse. Vor der Borngasse lag der Born (Brunnen) bei der ehemaligen Bartholomäuskirche am Anger.22v, 22v
Erfurt, Brühlertor-TurmDer Brühlertor-Turm - Baubeginn 1387, Vollendung 1398 - wurde auf Weisung Oxenstiernas abgebrochen. Das neue Brühler-Tor wurde etwa 200 Meter weiter stadteinwärts wieder aufgebaut und 1636 vollendet.27r, 69r, 71r, 82r, 82r, 201v, 203v
Erfurt, CyriaksburgErfurt wurde im Laufe der Besetzung zu einer schwedischen Realfestung und der stärksten Festung im mitteldeutschen Raum ausgebaut. 1480 war Baubeginn der Cyriaksburg als wichtiger Teil der Befestigung für den Süd-Westteil Erfurts. Der Bau dauerte immerhin 25 Jahre. Otto von Guericke ( ) sollte im Auftrag Gustav Adolfs die Cyriaksburg umbauen, riet jedoch von dem Plan ab. 1631/32 führte Baumeister Caspar Vogel nach Konsultationen mit Guericke Befestigungsarbeiten an der Cyriaksburg durch. BEYER/ BIEREYE, Geschichte der Stadt ErfurtS. 543: "Gleich nach dem Abmarsch Gustav Adolfs arbeiteten unter dem tüchtigen Erfurter Festungsbaumeister Caspar Vogel 600 Mann allein daran, das Hornwerk auf dem Petersberg zu befestigen; auf der Südwestseite der Stadt, zwischen Löber- und Brühlerwall, wurden große Stauschleußen angelegt. Sämtliche Tore erhielten Zugbrücken, die Wälle wurden mit Brustwehren versehen, hinter denen nicht weniger als 91 Kanonen Aufstellung fanden, durch Pallisaden wurden namentlich die Tore stark verschanzt. Die Cyriaksburg erhielt 30 Kanonen".64r, 66r, 69r, 82v, 104r, 105r, 110r, 126r, 137v, 138r, 154v, 154v, 154v, 163r, 198v, 199r, 199v, 200r
Erfurt, DreienbrunnenFlurbezeichnung (Treuenbrunnen), gelegen zwischen Stadt und Steigerwald.199r
Erfurt, EselsmühleDie Eselsmühle, eine Wassermühle, stand im Brühl am Breitstrom (Bezeichnung der Gera von der Vereinigung des Berg- und des Walkstroms kurz vor der Meister-Eckehart-Straße bis zum Venedig). Bei WEIß, Die frommen Bürger von ErfurtKarte, nicht erwähnt.82r
Erfurt, EspachDas 1323 erstmals erwähnte Gelände in der Brühlervorstadt, welches vom Bergstrom, der Wilden Gera und dem Flutgraben umflossen wird, war im Mittelalter von Erlen und Espen bewachsen. Deshalb wurde das Gebiet als Espich oder Espach bezeichnet, um 1510 gab es dort schon Gärten.69r
Erfurt, FingerlingsgasseDie Fingerlingsgasse wurde als "inter annulatores" (unter den Ringharnischern) erwähnt, seit 1510 dann Fingerlingsgasse genannt, die auf dem Domplatz nördlich des Obelisken von West nach Ost verlief. Ihre Verlängerung traf dann auf die Marktstraße.105v
Erfurt, Fischersandab 1587 "ufen Fischersande", wobei man unter Sand eine an einem Wasserlauf angelegte Straße verstand. Diese führte entlang der Gera von der Langen Brücke zum Hermannsplatz. Dort wohnten Fischer, Fischmenger und Korbflechter, so dass sowohl "Fischersand" als auch "Flechtnersand" gebräuchlich waren.87v
Erfurt, Fischmarkt1248 erstmals genannt, 1270 als "novum forum" erwähnt. Ursprünglich wurde nur der Platz vor der Westseite des Rathauses so benannt. Fischmarkt heisst der Platz, weil auf ihm unter anderem auch Fische gehandelt wurden. Seit der Zeit der Stadtwerdung hat der Fischmarkt als historischer Mittelpunkt der Stadt zentralen Funktionen gedient und war Schnittpunkt der durch Erfurt führenden Handelsstraßen. Er war nicht nur Markt- und Handelsplatz, sondern der Mittelpunkt des öffentlichen Lebens. Dies wird auch die Bewohner veranlasst haben, hierher das Kaufhaus der Bürger, das später zum ersten Rathaus wurde, zu bauen. Das alte Gebäude wird schon 1275 als curie consulum Erfordensis civitatis erwähnt. Nach Süden schloss den Platz die Martinskirche ab, die 1385 vom hier nach den Langenstegen (Schlösserbrücke) verlegt worden ist, weil sie keinen Kirchhof hatte.11v, 11v
Erfurt, FleischgasseHier wohnte die angesehene Zunft der Fleischhauer, die Vieh schlachteten und zerlegten, und die sich im 14./15. Jahrhundert der Kaufmannsgilde zurechneten.22v
Erfurt, Grafengasseseit 1420 Grafengasse genannt. Der Name stammt von den Grafen von Gleichen, die bereits im 12. Jahrhundert als Vögte von Erfurt amtierten und in der Gasse das Haus "Zum Steinsee" als Dienstlehen besaßen.22v
Erfurt, Große GlockeDie "Große Glocke" war die "Magna Gloriosa". Unter den noch erhaltenen Glocken des Erfurter Doms - gegossen am 08.07.1497 durch den niederländischen Glocken- und Geschützgießer Gerhard Wou aus Kampen - nimmt die Gloriosa einen herausragenden Rang ein. Sie zählt zu den bedeutenden Schöpfungen der Gießerkunst Europas und ist gleichzeitig durch ihre Höhe von 2,62 m und dem Durchmesser von 2,57 m eine der größten mittelalterlichen Glocken überhaupt. Die Gloriosa hat ihre Glockenstube im Mittelturm des Doms und einen besonders schönen Klang. Die tulpenförmige Glocke zeigt im oberen Bereich ein umlaufendes Schriftband und an den Flanken zweimal das gleiche Relief einer Maria im Strahlennimbus auf der Mondsichel. Vgl. den gleichen Zusammenhang bei KRAFFT, Chronikfol. 65 r.64r, 66r, 66v
Erfurt, GrünauHaus "Zur Grünen Aue und zum Kardinal", Anger Nr. 6.160r
Erfurt, HinterlöbernDie Hirschlache wurde von den Löbern (Lohgerbern), die hier schon 1320 wohnten, zum Gerben der Felle genutzt. Deshalb hieß der südwestlich der Löberstraße gelegene Teil der Gasse "Bei den Oberlöbern" und der nordöstliche Teil "Bei den Unterlöbern".24v
Erfurt, HirschlacheEin 1133 erstmals erwähnter Wasserkanal durch Erfurt, die auch dem Hischlachtufer seinen Namen gab, etwa 1,5 Meter breit. Das Wasser wurde von den Löbern zum Gerben der Felle benutzt.78r, 78r, 78r, 86r, 86r
Erfurt, HofstattHofstatt (Marktstr. 6), auch Haus "Zum Falkenstein" ("Himmelspforte") genannt: Unterkunft des kurmainzischen Statthalters.88r
Erfurt, Hohe Lilie"Hohe Lilie" (Renaissance-Bau von 1538, Domplatz 31), im Besitz der Familie Ludolf, das wohl beste Gasthaus Erfurts, dass Anna Sibylla in die Ehe mit Eduard Bode einbrachte (BEYER/ BIEREYE, Geschichte der Stadt ErfurtS. 547), in dem hohe Gesandte, Amtsträger, Offiziere etc. wohnten.65r
Erfurt, Hospital, Großes1389 wurde mit Erlaubnis des Mainzer Erzbischofs das am Fischmarkt gelegene Martinshospital vor dem Krämpfertor angesiedelt. Die Insassen mussten zu ihrer Versorgung selbst beitragen. Kranke, Alte wie auch Pilger wurden hier unterhalten und vom Hospitalgeistlichen betreut. 1497 wurde an der Hospitalkirche ein weiteres Gebäude errichtet, das wahrscheinlich auch an Seuchen Erkrankte aufnahm. Nach dem Brand von 1536 wurde ein Steinhaus errichtet, in dem auch die Verwalter wohnten. Zudem wurden Pfründner aufgenommen, die sich einkaufen und ihr Erbe überschreiben mussten. Im frühen 17. Jahrhundert gab es dann aufgrund der Nachfrage Erfurter Bürger zwei weitere Pfründnerhäuser, wobei die besten Wohnheiten über Stube, Kammer, Küche und Holzgelass verfügten.12v, 99r, 136r, 168v
Erfurt, Hospital, KleinesIn der Neuengasse Nr. 6 lag das Kleine Hospital. 1409 hatten die Tuchschneider Conrad von Duderstadt und Sigfried von Leubingen das Grundstück erworben, die 1610 eine Herberge für arme Fremde erbauten. Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts war die Herberge ein Spital für Stadtarme und Fremde, d. h. wandernde Handswerksgesellen, Schüler, Studenten, arme Reisende. Sie zog allerdings auch unerwünschte Bettler und Gauner an.26v
Erfurt, JohannesgasseSeit 1510 "Sankt Johannisgasse", benannt nach der Johanneskirche, die von 1469-1486 errichtet worden war. Die Kirche, nach der auch ein Stadtteil genannt wurde, war Johannes dem Täufer gewidmet.26v, 27r, 160r
Erfurt, JohanneskircheDie Johanneskirche, von 1469-1486 errichtet und nach Johannes dem Täufer genannt, existiert heute nicht mehr.27r
Erfurt, JohannestorDas innere Johannestor – angeblich 1286 als das zweitälteste der inneren Tore errichtet - stand dort, wo die Johannesstraße den Huttenplatz kreuzt. In östlicher Richtung (heute Juri-Gagarin-Ring) floss die Wilde Gera als Wallgraben zum Venedig.12v, 27r, 141r, 160r
Erfurt, JudenhofMöglicherweise meint Krafft hier die "Judenschule", die 1357 erbaute Synagoge, zu Kraffts Zeit nur noch Straßenbezeichnung "Hinter der Judenschule" (heute: "An der Stadtmünze"), hinter dem Rathaus am Fischmarkt gelegen, die nach der Vertreibung der Erfurter Juden (1458) vom Rat profaniert worden war. Denkbar wäre der Platz am Wenigemarkt bei dem Aufgang zur Krämerbrücke, genannt "Judenhut". Das "Kornhaus" (Moritzstraße) wurde 1465 in der Nähe des Moritztores auf dem Areal des Judenhofs errichtet.88v
Erfurt, KaufmannskircheDie Kaufmannskirche am Anger, eine der ältesten Pfarrkirchen Erfurts, dem Heiligen Gregor, Bonifatius und dem Leib Christi geweiht, wurde von friesischen Kaufleuten begründet und diente diesen auch als Lagerhalle für ihr Handelsgut. Anlässlich der Ausschreitungen während der Einführung der Reformation in Erfurt predigte hier Luther am 22.10.1522 über die Ziele der Reformation. Von 1636 bis 1650 war die Kaufmannskirche schwedische Garnisonskirche. Der schwedische Stadtkommandant Caspar Ermes wurde mit seiner Frau beigesetzt.12v, 106r, 122r, 122r, 122r, 156v
Erfurt, Kaulleichenabgeleitet von Kaulicht = Weißfisch; gemeint sind wohl die Fischteiche in der Nähe der Kartause.40v
Erfurt, Kirschlache"Kerslache" = Wasserkanal hinter dem Weiße Frauen-Kloster.77v, 77v
Erfurt, KlippmühleDie Klippmühle lag vor dem Augusttor an der Schmidtstedter Straße.69r
Erfurt, KlopfgasseGasse im Stadtviertel Augusti; möglicherweise befand sich dort das Garnisonsgefängnis.71r
Erfurt, KohlenmarktMittwochs und samstags wurde der Salz- und Kohlenmarkt auf den Graden abgehalten.87r
Erfurt, KönigshagengasseEs gab eine Königshagengasse, die von der Gartenstraße bis zum Hirschlachtufer verlief und war eine Parallelstraße der Lachsgasse und der Schafgasse. Das Gelände muss früher mal ein mit einem lebenden Zaun umfriedeter Garten gewesen sein.22v
Erfurt, KornbodenDas "Kornhaus" (Moritzstraße) wurde 1465 in der Nähe des Moritztores auf dem Areal des Judenhofs errichtet.88v
Erfurt, KornhofDer wahrscheinlich 1354 vom Rat erbaute "Kornhof" lag auf dem Hügel neben dem Pfortischen Hof, auf dem Gelände des alten Hofs der Johanniter bei der Nikolaikirche. Das "Kornhaus" (Moritzstraße) wurde 1465 in der Nähe des Moritztores auf dem Areal des Judenhofs errichtet.89v
Erfurt, KornmarktTeil der heutigen Marktstraße, er reichte von der Allerheiligenkirche bis zum Domplatz; ursprünglich "strata inter kannengezer" genannt, weil dort die Kannengießer wohnten, wie auch die "gladiatores" oder Schwertfeger ("inter gladiatores") und am westlichen Ende die Seiler ("inter seilere"). Seit Anfang des 15. Jahrhunderts wurde hier das Getreide umgeschlagen.63v
Erfurt, KornwegDer Kornweg liegt im Stadtteil Schmira.198v
Erfurt, KrämerbrückeDie Krämerbrücke, die längste bebaute und bewohnte Brücke Europas und Teil der "Via Regia", wird erstmals 1117 erwähnt und 1325 nach mehreren Bränden aus Stein erbaut. Die nach dem Stadtbrand 1472 erbaute 125 Meter lange Steinbrücke überspannt die Gera und war mit 62, danach mit 32 ein- bis zweigeschossigen Fachwerkhäusern bebaut. An beiden Enden befanden sich Brückenkopfkirchen, von denen nur noch die Ägidienkirche am östlichen Zugang Wenigemarkt existiert.25v, 150v
Erfurt, Krämpfergasse1510 Crampfengassen genannt, abgeleitet entweder von den "krampfen", d. h. gelähmten Bürgern, die im Siechenhaus vor dem Krämpfertor ansässig waren, den "Wollkrimpern" oder "Hutkrempern", die hier ihr Handwerk ausübten, oder von den "Krämpern" oder "Grempern" (Kleinkrämer oder Trödler). Die die schon im Mittelalter stark frequentierte Krämpferstraße (identisch mit der "via regia") führte vom Anger bis zum inneren Krämpfertor, während das äußere Krämpfertor am jetzigen Flussgraben lag. Die Straße zwischen beiden Toren hieß Krämpfervorstadt. Dort entstand auch das Große Hospital mit der Hospitalkirche, das Kleine Hospital und das Mariengarten-Nonnenkloster.2v, 140v
Erfurt, KrämpferpfützenDie Krämpferpfützen lagen auf der platzartigen Verbreiterung der Krämpferstraße zwischen Lindenweg und Neuerbe. An dem Wassergraben von der Krämpferstraße nach der Bocksgasse war wahrscheinlich durch das Tränken des Viehs ein Pfuhl entstanden.26v
Erfurt, KrämpfertorDas Krämpfertor, das vermutlich älteste Stadtttor und bereits 1196 erwähnt, stand an der Einmündung der Krämpferstraße in den heutigen Juri-Gagarin-Ring, der damals die Wilde Gera, der Ringgraben war.26v, 86r, 86r, 86r, 108r, 187r, 201r
Erfurt, Krummengasse1510 noch Crummengasse, ab 1587 Krummengasse. Der Name "Crummengasse" rührt von dem krummen Ende der Gasse bei der Hirschlache her.22v
Erfurt, Lange BrückeDie "Lange Brücke" (seit 1293 so genannt) in der Altstadt überspannt in zwei getrennten Bogen den Walkstrom und den Bergstrom. Deshalb galt der Name ursprünglich nur für das Straßengebiet, soweit die Brücken und Pfeiler reichten. Von den zahlreichen hier gelegenen Mühlen sind noch Reste der Sackpfeifenmühle und der Rabenmühle zu erkennen.1r
Erfurt, LedermühleMöglicherweise ist hier die seit etwa 1500 existierende Wendenmühle am Löberring) gemeint, die auch als Ledermühle der Weißgerber diente und ab 1638 (?) als wüst gilt.200v
Erfurt, Löber-TorTor im Süden Erfurts, das in die Löber Vorstadt führt.106r, 141r, 199r
Erfurt, MarienknechtsklosterIn Erfurt 1309 begründet, 1543 ausgestorben, stellten die Serviten nach dem Restitutionsedikt 1629 erneut Ansprüche auf das Kloster am Krämpfertor, das inzwischen den Augustiner-Eremiten zugewiesen worden war. 1632 wurde das Kloster von den Schweden zerstört. Vgl. FRANK, Die ServitenS. 161-172.12v
Erfurt, MarktplatzDer Erfurter Marktplatz wurde auch "Ante gradus" genannt, weil der Platz an den breiten, sich nach oben verjüngenden 70 Stufen zum Dom und zur St. Severikirche lag. Er bildete die kleinere südöstliche Hälfte des heutigen Domplatzes, auch der "große Markt" oder nur "Markt" genannt. Durchschnitten wurde er von einem Kanal, der sich teilte; ein Arm floss dem Falloch, der andere der Marktstraße zu. Im Mittelalter wurde hier Gericht gehalten und fanden Prozessionen zu St. Marien statt. Seiler und Kastner mit ihren Laden und Truhen hatten hier ihre Verkaufsstände. Salz- und Kohlenmarkt fanden mittwochs und samstags statt. Direkt vor den Stufen des Domes wurde das meist von Frankenhausen kommende lebenswichtige Salz verkauft. Der große Markt fand neun Tage vor Ostern, zu Johanni und Weihnachten und bei Anwesenheit des Mainzer Erzbischofs statt. Hier standen auch der Gack (Kak), der Triller und das Haus des Henkers [Kemenate], Zollhaus und Münze sowie die kurmainzische Wache. Auf der anderen Seite standen etwa 60 Schuhbänke, während die Löber (Lohgerber) auf 36 Bänken ihre verschiedenen Ledersorten zum Kauf anboten. Nach den Erinnerungen des Erfurter Blaufärbers KRAFFT, Chronikfol. 87r, soll am 24.6.1632 von jungen Leuten "nach altem Brauch" ein Johannisfeuer angezündet und das Haus des "Diebshenkers" eingerissen worden sein. Vgl. die Abbildung des Domplatzes (1598) bei BEYER/ BIEREYE, Geschichte der Stadt ErfurtFrontispiz.41r, 105v, 146v
Erfurt, MarstallDer alte, oder auch der Ratsmarstall lag hinter dem Rathaus an der Gera und war aus einem ehemaligen Judenhaus hergerichtet worden (ehemalige Rathausgasse 2/3).35v
Erfurt, Michaeliskirche1278/1283 ? oder 1200 begründet durch eine Erfurter Patrizierfamilie und Bau des Hauptschiffes. Nach der Gründung der Erfurter Universität (1392) gegenüber der Kirche wurde sie Universitätskirche. 1520 fand dort die erste evangelische Predigt statt.219r
Erfurt, MühlgasseDie Mühlgasse "bei den Reglern" verband das Hirschschlachtufer mit der Gartenstraße und besaß einen Ausgang zur Auguststraße. Ihr Name stammt von der Reglermühle, einer Ölmühle.22v
Erfurt, NeuengasseBis 1826 Bezeichnung der heutigen Hospitalgasse.24v
Erfurt, Neuwerkskirche (St. Crucis-Kirche) und NeuwerksklosterDie Neuwerkskirche war ursprünglich eine selbstständige Pfarrkirche, wahrscheinlich mit der Errichtung der Stadtmauer 1168 begründet, als der Bau der Neustadt begann. Vermutlich wurde die Kreuzkirche 1182 zur Pfarrkirche erhoben. Als 1104-1196 das Augustinerinnenkloster hierher verlegt wurde, wurde die neue Klosteranlage neben der Kreuzkirche "St. Maria ad novum opus" ("St. Maria zum neuen Werk") genannt. 1291 vernichtete ein Brand die gesamte Anlage und ein Drittel Erfurts. Bereits 1295 ermächtigte eine Bulle Bonifatius' VIII. das Neuwerkskloster, auch während des Interdikts Gottesdienste abzuhalten. Die Pfarrer und Vikare unterstanden dem Propst und Konvent des Klosters. 1329 werden 2 Vikare und 1 Kaplan erwähnt. 1466-1673 wurde der romanische Kirchenbau durch einen spätgotischen ersetzt. Trotz der Reformation blieben die Augustinerinnen im Besitz ihres Klosters. Die Kirche erhielt Partikel vom Heiligen Kreuz, das Kaiserin Helena gefunden haben soll. Der reiche Kirchenschatz wurde bereits während der Bauernaufstände geplündert, der Rest 1631 von schwedischen Truppen beschlagnahmt.26v, 67r
Erfurt, ÖlmühleWahrscheinlich ist hier die 1437 erstmals erwähnte "Kleine Petersmühle" in der heutigen Moritzstraße, die zum Peterskloster gehörte, gemeint. Im Verrechtsbuch von 1587 als Ölmühle aufgeführt, brannte sie 1638 ab und wurde als Öl- und Schleifmühle wieder aufgebaut.200v
Erfurt, Paulskirche1216 erstmals schriftlich erwähnt, gehört sie zu den verschwundenen Kirchen Erfurts. Von ihr ist heute nur noch der Turm gegenüber der Predigerkirche erhalten.24v
Erfurt, Petersberg, PetersklosterDer Petersberg am nordwestlichen Rand der Altstadt war ursprünglich Kultstätte, Fliehburg und Königspfalz. Dort sollen Benediktiner schon vor der Ankunft des Bonifatius 742 in Erfurt gesiedelt haben. Ein Kollegiatstift auf dem Petersberg wird erstmals um 1060 erwähnt. In der Zeit von 1103 bis 1147 wurde das Peterskloster nach einem Brand neu errichtet und wurde zu einem der einflussreichsten Klöster Thüringens. Kaiser Friedrich I. Barbarossa hielt hier fünf Reichstage, von hier aus unternahm er wohl seine Feldzüge gegen den Sachsenherzog, und hier unterwarf sich Heinrich der Löwe 1181 Friedrich I.12r, 64r, 80v, 141v, 162r, 164r, 177r, 199v
Erfurt, PeterskircheDie Peterskirche, im Mittelalter das sichtbare Wahrzeichen Erfurts, war der südöstliche Teil der Klosteranlage. Sie wurde in der Bauzeit des Petersklosters von 1103 bis 1147 als dreischiffige Basilika erschaffen und war der erste Großbau der sogenannten Hirsauer Schule in Thüringen.141v, 177r
Erfurt, Porta coeliDas sogenannte "Collegium Amplonianum", benannt nach dem 2. Rektor der Erfurter Universität, Amplonius de Bercka, der in Erfurt Medizin studierte und promovierte. Berühmt ist die "Bibliotheca Amplonia", eine der wichtigsten deutschen Sammlungen mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Handschriften und Drucke, 1412 gegründet, heute Bestandteil der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt-Gotha.106r, 106r, 200v
Erfurt, Predigerkirche (Ratskirche)1229 gründeten die Dominikaner in Erfurt ihr Kloster. Von 1270 bis ins 14. Jahrhundert wurde an der Predigerkirche gebaut. Obwohl während der Reformation evangelisch geworden, blieb das Kloster noch bis 1588 im Besitz der Dominikaner. Von 1559-1802 diente die Predigerkirche als Ratskirche. Nach der jährlichen Ratswahl wurde hier der feierliche Gottesdienst abgehalten. In der Predigerkirche wurde von 1530-1732 die Neunpredigt, die Hauptpredigt der Protestanten, gehalten.3v, 105r, 105r, 106r, 165r
Erfurt, RabensteinDer Rabenstein, heute die Straße "Am Rabenhügel", lag im Flurteil, der "Scharlachenmantel" genannt, an der Straße nach Kerpsleben und wurde als Richtstätte im Schmidtstedter Feld verwendet.30v, 108v
Erfurt, RathausUrsprünglich, möglicherweise schon im 11. Jahrhundert, stand an seiner Stelle ein Kauf- und Versammlungshaus. Als Rathaus wird es erstmals schriftlich 1275 erwähnt. Bis 1581 entstand hier ein weitläufiger Gebäudekomplex.11v, 35r, 35v, 36r, 36r, 36r, 36v, 100v, 100v, 100v, 119r, 119v, 119v, 119v, 120r, 201v
Erfurt, Regler-KircheEhemalige Stiftskirche der regulierten Augustiner-Chorherrn.219r
Erfurt, Regler-Stift, Regler-KlosterStift der regulierten Kanoniker, der Augustiner-Chorherren, geleitet von einem Propst, waren ihnen die Pfarrrechte für Taufe, Predigt, Beichte und Krankenbesuch eingeräumt. Kirche und Stiftsgebäude standen damals gegenüber von St. Alban. An der Lorenzkirche hatte man das Patronatsrecht. Der letzte Kanoniker verließ 1580 das Stift; bereits 1540 hatte der Erfurter Rat dort ein Gymnasium eingerichtet. Ab 1615 kam der Jesuitenorden in den Besitz der Kapitelgebäude.22v
Erfurt, RosengasseDie Rosengasse war als Sterngasse eine Verbindung zwischen Juri-Gagarin-Ring und Johannesstraße. Seit dem 15. Jahrhundert hieß sie "Diebgasse", abgeleitet von "Dipsteg", einer Brücke über die Hirschlache. "Rosengasse" nannte man sie nach dem Haus "Zur Großen Rose".22v, 26v
Erfurt, RossmarktHeute Hermannsplatz. Der Rossmarkt soll allerdings nur in sehr früher Zeit als Umschlagplatz für Rosse gedient haben. Pferde wurden auf dem Rubenmarkt, dem Viehmarkt, gehandelt. Am Rossmarkt lagen Pfarrhäuser, Stiftsgebäude, die Brunnenkirche und der Reinhartsbrunner Hof. Sehr wahrscheinlich leitet sich der Name von dem Haus "Zum Ross" an der Ecke zum Fischersand ab.178v
Erfurt, RotsteingrabenBereits vor 1547 gab es in Melchendorf die Flurbezeichnung "Am Rotsteingraben", nach einem Findling aus rötlichem Gestein. Die roten Steine dienten Markierungszwecken.199r
Erfurt, RundellRondell am Löbertor.155r
Erfurt, SchlössergasseWahrscheinlich leitet sich der Name der Straße von der Zunft der Schlosser ab. Die Schlössergasse reichte von der Brücke bis zur Pilse, der anschließende Teil bis zum Anger hieß "zu St. Lorenz", nach der anliegenden Lorenzkirche.12v, 137r
Erfurt, Schmidtstedter TorDas Schmidtstedter Tor war Teil des äußeren Befestigungrings. Bei der Erweiterung der Stadtbefestigung erhielt die Schmidtstedter Straße etwa da, wo jetzt die Trommsdorffstraße einmündet, in der Umwallung ein Tor, das 1351 als Turm angelegt, dessen spitzbogige Durchfahrt aber nicht eingewölbt war. Es wurde dann 1588 als Gewölbe gebaut und der Wall darüber gelegt, so dass der Turm am äußeren Ende stand. An der inneren Toröffnung befand sich ein von einem Löwen gehaltener Schild mit dem Wappen der Familie Nacke, da unter Herbord Nacke, 1586 und 1589 Oberratsmeister, der Bau zur Ausführung kam. Es war das längste unter allen Stadttoren Erfurts. Der Durchgang, in einem flachen Bogen gebaut, war in der Mitte gänzlich dunkel.81v, 99r, 104r, 110r, 173r, 199r, 199v
Erfurt, Schmidtstedter Gasse1510 "schmedestedter gaße". Die Straße führte vom Augusttor kommen in die offene Vorstadt Augustini extra und zum Dorf Schmidtstedt, das an der Weimarischen Straße in der Nähe des Gasthofs "Zur Henne" lag.104r, 110r
Erfurt, SchmidtstedtSchmidtstedt lag an der jetzigen Weimarischen Straße in der Nähe des Gasthofs "Zur Henne". Schmidtstedt soll schon vor 1350 wüst geworden sein. Die Kirche bestand dagegen noch bis 1631 und wurde von den Schweden als Baumaterial zur Verstärkung der Erfurter Stadtbefestigung verwendet.173r
Erfurt, Schwarze StubeGefängnis, Arrestlokal in Erfurt, auch erwähnt bei KRAFFT, Chronikfol. 163r.163r
Erfurt, SiechenhofSiechenhaus vor dem Krämpfertor. Das Spital (bzw. Hospital) im Allgemeinen war zunächst Gasthaus und wohltätige Versorgungsanstalt für Fremde, Pilger, Arme oder Alte. Dabei ist vom Armenspital das Reichenspital zu unterscheiden, in das sich Begüterte einkaufen konnten. Darüber hinaus war das frühneuzeitliche Spital Asyl für 'Wahnsinnige', Invalide sowie unheilbar Aussätzige und Seuchenopfer. Das Spital gab es ursprünglich in klösterlicher, städtischer oder privater, in der Zeit des Absolutismus dann auch in staatlicher Trägerschaft. Vgl. Kleines Hospital, Großes Hospital.168r
Erfurt, SpielbergZum Schutz gegen Feinde wurde in der Nähe Erfurts um 1300 eine Warte errichtet, auf der man das sehr hügelige und wenig übersichtliche Land wie im Spiegel überblicken konnte, daher "Spiegelberg", später Spielberg oder erfurterisch "Spelberg". 1466 erhielt die Befestigung, die auch auf die Vorstädte ausgeweitet wurde, das sogenannte Spielbergtor.199r, 199v, 201r
Erfurt, SpittelrasenVolkstümliche Bezeichnung für den "Spitalrasen", den Platz vor dem "Großen Hospital" und der Hospitalkirche. Auf dem Platz stand ein Galgen, "Soldatenjustiz" genannt. Als der Rasen verschwunden war, nannte man den "Spittelrasen" Hospitalplatz.155r, 169v, 187r
Erfurt, St. Beatæ Mariæ Virginis (Kollegiatstift St. Marien)Die Stiftskirche St. Marien, der heutige Dom, war Wirkungsstätte von Caspar Heinrich Marx. Sie war aber auch, wie das Zeugnis von Hans Krafft zeigt, ein wichtiger religiös symbolischer Ort für Erfurts Protestanten. Das Stift St. Marien ist erstmals 1117 urkundlich erwähnt. Sein Kapitel war ein Säkularkapitel, das sich aus Weltgeistlichen, den Kanonikern, zusammensetzte. Diese waren zur Abhaltung der Gottesdienste und zu den Chorgebeten verpflichtet. Das Stiftskapitel bestand aus vier Prälaten: Propst, Dekan, Scholaster und Cantor sowie aus 22 Kanonikern. Dazu kamen etwa 50 Vikare und Bedienstete, so dass das Stift etwa 100 Personen umfasste. Seit Beginn des 12. Jahrhunderts war der Propst Archidiakon des größten Archidiakonats des Erzbistums Mainz mit 482 Pfarreien. Der Archidiakonat St. Beatæ Mariæ Virginis umfasste Ostthüringen. Der Dekan war Archipresbyter der Stadt Erfurt und des umliegenden Gebietes. Nach der Reformation setzte der Niedergang des Stifts ein. Vgl. die Abbildung des Domplatzes (1598) bei BEYER/ BIEREYE, Geschichte der Stadt ErfurtFrontispiz."64r, 66r, 66v, 67v
Erfurt, St. Lorenz-KircheVon 1140 stammt die erste urkundliche Erwähnung, von diesem romanischen Vorgängerbau sind keine Reste vorhanden, 1300 begann man mit dem Neubau, 1413 Zerstörung bei einem Stadtbrand, im 15. Jahrhundert erfolgte ein erneuter Umbau; Errichtung des nördlichen Seitenschiffes und der südlichen Langhausfassade. Der 40 m hohe Turm stammt aus der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert. Geweiht ist die Kirche dem hl. Laurentius von Rom.65r
Erfurt, St. Severi-StiftDas Kanonikerstift St. Severi ist nach dem hl. Severus von Ravenna [ - 1.2.344], Bischof von Ravenna 342-344, benannt. Der Legende nach sollte zu Pfingsten 342 in Ravenna ein neuer Bischof gewählt werden. In der Frühkirche wurde der Bischof von der ganzen Gemeinde gewählt. Als der eigentlich unbeteiligte Wollweber Severus zur Wahl kam, flog eine Taube herein, kreiste über ihm und setzte sich dreimal auf seine Schulter. Dies sah die Gemeinde als göttliches Zeichen an und wählte ihn zum Bischof. Der Hintergrund für diese Überlieferung dürfte wohl die Tatsache gewesen sein, dass seine Wahl an Pfingsten stattgefunden hat. Von daher kommt es auch, dass seine Darstellungen ihn oft als Bischof mit einer Taube auf der Schulter wie mit einem Weberschiffchen oder Wollbogen zeigen. Damit hängt auch zusammen, dass er als Patron der Weber, der Tuch- und Strumpfmacher gilt. Die Gebeine des Severus selbst kamen von dort im Auftrag des Erzbischofs Otgar (Erzbischof 826-847) 836 nach Erfurt in das Kloster St. Paul, das spätere Cyriakskloster, der Benediktinerinnen. Das Stift soll um 935 auf dem Domhügel gegründet und mit Chorherren besetzt worden sein, die nach den Regeln des heiligen Augustinus lebten. 1121 wird das Severistift erstmals urkundlich erwähnt. Der Archidiakonat St. Severi umfasste große Teile Westthüringens. Vgl. die Abbildung des Domplatzes (1598) bei BEYER/ BIEREYE, Geschichte der Stadt ErfurtFrontispiz.64r, 141v
Erfurt, StadtgrabenRinggraben (Wilde Gera).13r, 26v, 81v, 86r, 86r
Erfurt, Steigerbewaldeter Höhenzug südlich von Erfurt, auch "Wawet" genannt, der den Erfurtern zur Beschaffung von Brennholz, Bauhölzern und auch Nahrung diente. Auf dem Stollberg im Steigerwald lag zudem das Erfurter Hochgericht.160r, 199r, 206r
Erfurt, Steinweg"Am Steinicht" und "Am Steinwege" nannte man den mit Steinen befestigten Weg ante portam, also vor dem Krummen Tor im Brühl, wo bereits im Mittelalter reger Verkehr herrschte. Von Westen führte die "Hohe Königsstraße" in die Stadt, um sie durch das Krämpfertor wieder zu verlassen. Die Straße vermittelte den Verkehr mit den Niederlanden und Flandern. Vom Rhein lief sie über Frankfurt/Main, Eisenach und Gotha nach Erfurt. Von hier aus ging sie weiter über Weimar, Jena und Naumburg nach Leipzig und führte als Fernhandelsstraße weiter bis nach Kiew.169v
Erfurt, StiftshäuserDie sog. Stiftshäuser standen in der Domstraße und wurden von Geistlichen bewohnt, deren klösterliches Leben beendet war. Das Stiftshaus "Zum Marienbild", in dem der Rechtsgelehrte, Kanonikus am Marienstift und Rektor der Erfurter Universität Henning Göde (1450-1521) um 1500 gelebt hatte, wurde 1607 zur Unterkunft der Jesuiten.141v
Erfurt, StollbergDer Stollberg (im Steiger) war der Ort des Erfurter Hochgerichts.208r
Erfurt, Unter den Schilderer"Unter den Schilderern" wohnten die Handwerker, die vor allem Schilde herstellten, die aus einem eckigen, später auch runden Holzgestell mit starkem Lederüberzug, vielfach mit Metallbeschlag und Bemalung bestanden. Die von ihnen bewohnte Gasse lag vor den Graden und hieß zuletzt "Unter den Schüllern".160r
Erfurt, UnterlöbernUnterlöbern gehört zu den Stadtvierteln Wiperti und Viti und war der nordöstliche Teil der Löberstraße.23r
Erfurt, WaidangerBezeichnung für Erfurts zentralen Platz, erstmals 1196 erwähnt. Da vom 14. bis zum 17. Jahrhundert auf dem östlichen Teil des Angers mit Färberwaid gehandelt wurde, wurde der Platz auch "Weidt Anger" oder "Waydanger" genannt.140v
Erfurt, Weiße GasseDie Weiße Gasse befindet sich im Andreasviertel.25v
Erfurt, Weißes FrauenklosterMagdalenerinnen-Kloster (Orden zur hl. Maria Magdalena von der Buße = "Ordo Sanctae Mariae Magdalenae de poenitentia"). Der um 1224 in Deutschland gegründete Orden bestand ursprünglich aus ehemaligen Prostituierten. 1127 durch den Papst bestätigt, war er der älteste reine katholische Frauenorden. Die Reuerinnen lebten zunächst nach der Regel der Zisterzienserinnen, nach 1232 nach der Regel des hl. Augustus. Nach ihrem weißen Habit nannte man sie volkstümlich "Weißfrauen". Ab Mitte des 13. Jahrhunderts nahm der Orden auch unbescholtene Frauen auf. Ihre Blütezeit hatten die Magdalenerinnen im Mittelalter, durch die Reformation und die weitere Entwicklung gingen sie fast vollständig unter.81v
Erfurt, WeitergasseDie Weitergasse wurde von Blaufärbern (Weiter) bewohnt. Ihr Handwerk beruhte auf der im Mittelalter in Erfurt hochentwickelten Kultur des Färberwaid. Sie lag in der Nähe des Waid-Angers, auf dem der Waid gehandelt wurde.2r, 41v, 164r
Erfurt, WellengasseHeute Bestandteil des nördlichen Teils der Moritzstraße, des Abschnitts von der Großen Ackerhofsgasse bis zum Andreaswall (heute Moritzwallstraße).27r
Erfurt, Wenigemarkt1217 noch "in parvo foro", ab 1391 als "Wenygemaarte" geführt. Der Platz östlich der Krämerbrücke wurde als "kleiner Markt" bezeichnet, im Gegensatz zum "Großen Markt", der vor den Graden lag.13r
Erfurt, Zu den Grauen BöckenHaus am Löberring, Biereigenhaus am Endleich. Das Endleich war das untere Ende der Langen Brücke gewesen, wo Paulstraße, Große Arche und Kettenstraße zusammentreffen.165r
Erfurt, Zum FärbefassKraffts Wohnung, Hinterhäuslein, Unter den Löbern an der Keilhauergasse.4r
Erfurt, Zum Güldenen SternHaus in der Allerheiligenstr. 11.3v
Erfurt, Zum Halben MannHaus vor den Graden.105v
Erfurt, Zum Kleinen TürmchenDas Haus diente als Hochzeitshaus. Wahrscheinlich ist hier das Haus mit Biereigenrecht "Zum Türmichen", Anger 45/46 gemeint.2r
Erfurt, Zum Krummen HechtHaus am Fischersand 9.87v
Erfurt, Zum ParadiesDas "Paradies" (hier wohl für den Südenfall gebraucht) war die zweite Arrestzelle neben der „Schwarzen Stube“, dem Ratsgefängnis, ursprünglich Temnitz („Dörntzen“) genannt, an der Südostecke eines am östlichen Teil des Fischmarkts gelegenen (damals zur Marktstraße gehörigen) Rathausanbaus von 1364. 100v, 141r
Erfurt, Zum RegenbogenHaus an der Ecke Regierungsstraße 9, das mit der Regenbogengasse 1 verbunden war ("Zum Hasenstreit alias Regenbaum alias Regenbogen").41r, 41r, 146v
Erfurt, Zum SchlehendornHaus an der Ecke Regierungsstraße/Lange Brücke 29, 1528 der vornehmste Gasthof der Stadt; WEIß, Die frommen Bürger, S. 234. 1540 stiegen dort Martin Luther und Philipp Melanchthon ab.72r, 72r
Erfurt, Zum SichelstrumpfHaus "Zur Sichel", Michaelisstr. 8, "Zur Sichel", Büßleber Gasse, "Zur Sichel", Johannesstr. 173 ? Sichelstrumpf ist die volkstümliche Bezeichnung für das Sichelkraut bzw. die Färberdistel.41r, 146v
Erfurt, Zum SteinlöwenHaus in der Paulstr. 24.163v
Erfurt, Zum StötzelHaus am Fischmarkt 14 (Gildehaus) mit Biereigenrecht.11v
Erfurt, Zum TannenbergZum Tannenberg Biereigenhof in der Johannesgasse.26v
Erfurt, Zum WeinfassEin angesehener Gasthof an der südwestlichen Ecke Marstallstraße/Meister-Eckehart-Straße (St. Wigberti).169v
Erfurt, Zur Großen SpeerstangeHaus am Anger 12.22v
Erfurt, Zur SchlangeDas Haus auf dem Anger 14 gehörte dem Bäcker und Biereigen Hans Held, der 1666 ein neues Backhaus an der Mühlenstege errichten ließ. BAUER, Erfurter RatsherrenNr. 237.22v
Erfurt, Zur Weißen FrauHaus am Domplatz.163v
Erfurt1620: Kurfürstentum Mainz

2008: (kreisfrei), Thüringen

11v, 11v, 12r, 12r, 12v, 12v, 14r, 22v, 25v, 43r, 64r, 64r, 65r, 71v, 72r, 74v, 74v, 75r, 77v, 80v, 82r, 84r, 84v, 84v, 85r, 89v, 90v, 90v, 100v, 104r, 109v, 110r, 118v, 123v, 125v, 126r, 129v, 134v, 137v, 138r, 138v, 138v, 139r, 139v, 141v, 150v, 154v, 154v, 155r, 155r, 164v, 168r, 173r, 173v, 176v, 177r, 177v, 178r, 178r, 179r, 179r, 179v, 180r, 180v, 181r, 181v, 181v, 181v, 182r, 182r, 182v, 182v, 183r, 183r, 189v, 190r, 201r, 202r, 202r, 202v, 202v, 203v, 203v, 203ar, 206r
EttersbergInselberg (447 m) im Thüringer Becken in der Nähe von Weimar.23v
Finnland192r
Fischbach/Rhön1620: Grafschaft Henneberg

2008: Wartburgkreis, Thüringen

8r
Frankenhausen1620: Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt (Unterherrschaft)

2008: Kyffhäuserkreis, Thüringen

96v, 203v
Frankreich177r, 192r, 193r, 193v, 193v, 193v, 194r, 194r, 194r, 194v
Freyburg (Unstrut)1620: Kurfürstentum Sachsen

2008: Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt

25r
Friedrichroda1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Kreis Gotha, Thüringen

10v, 71v
Georgenthal/Thür. Wald1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Kreis Gotha, Thüringen

72r
GeraNebenfluss der Unstrut.12v, 27r, 77v, 78r, 168r, 176v
Gispersleben1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

173r, 201v, 206r, 206r
Gleichen, Grafschaft1620: Eichsfeld, Kurfürstentum Mainz182r
Gleichenstein, Burg1620: Eichsfeld, Kurfürstentum Mainz

2008: Kreis Eichsfeld, Thüringen

87v
Gloucester1620: Königreich England

2008: Gloucestershire, Großbritannien

193r
Goldene Mark1620: Landschaft, Eichsfeld, Kurfürstentum Mainz179v
Göteborg1620: Königreich Schweden

2008: Provinz Västra Götalands, Schweden

192r
Gotha1620: Herzogtum Sachsen-Gotha

2008: Kreis Gotha, Thüringen

27r, 41r, 71v, 71v, 146v, 155r, 203v
Graz1620: Erzherzogtum Österreich

2008: Steiermark, Österreich

92r
Greifberg, Burg1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Kreis Jena, Thüringen

Wüste Burg bei Jena. Die Burg Kirchberg bei Jena stand auf dem rechten Saaleufer auf dem Fuchsturm. Greifberg lag auf dem gleichen Bergsporn.
125v, 134v, 134v
Groitzsch1620: Kurfürstentum Sachsen

2008: Kreis Leipziger Land, Sachsen

179r
Großmonra1620: Kurfürstentum Sachsen

2008: Kreis Sömmerda, Thüringen

Die Einwohner waren zwar kursächsische Schutzverwandte, aber Untertanen der Erfurter Stifte St. Marien und St. Severi.
23r
Hagen, Amt1620: Hochstift Bremen196v
Halberstadt, Stift196v
Halle1620: Erzstift Magdeburg

2008: (kreisfrei), Sachsen-Anhalt

82v, 96v
Harburg, Burg1620: Eichsfeld, Kurfürstentum Mainz

2008: Kreis Eichsfeld, Thüringen

180r
Harz83v, 87v, 139r
Heilbronn1620: Reichsstadt Heilbronn

2008: (kreisfrei), Baden-Württemberg

196r
Heldrungen, Amt1620: Kurfürstentum Sachsen182r
Heldrungen1620: Kurfürstentum Sachsen

2008: Kyffhäuserkreis, Thüringen

203v
Hessen202v
Hochheim1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

Hochheim, einst eines der sogenannten Küchendörfer des Mainzer Hofes zu Erfurt, seit dem 01.04.1938 Ortsteil von Erfurt, Thüringen.
85r, 137v, 146r
Hohenkirchen1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Kreis Gotha, Thüringen

163v
Holland214r
Hopfgarten1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Kreis Weimarer Land, Thüringen

123v
Hornhausen1620: Hochstift Halberstadt

2008: Bördekreis, Sachsen-Anhalt

172r
Hungerbach1620: [ungeklärt]

2008: Ilm-Kreis, Thüringen

Zwischen Bindersleben und Arnstadt.
168v, 201v
Ichtershausen1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Ilm-Kreis, Thüringen

203v
Ilmenau1620: Grafschaft Henneberg-Schleusingen (unter kursächsischer Verwaltung)

2008: Ilm-Kreis, Thüringen

182v
Ilversgehofen1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

12v, 13r, 13r, 141r, 168r, 168v
Italien178v, 192r, 193v, 193v, 194v
Jena1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: (kreisfrei), Thüringen

155r
Käfernburg, Grafschaft182r
Kalmar1620: Königreich Schweden

2008: Kalmar län, Südschweden, Schweden

192r
Kastilien194v
Kiel1620: Herzogtum Schleswig-Holstein-Gottorf

2008: (kreisfrei), Schleswig-Holstein

196r
Kirchberg, Burg1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Kyffhäuserkreis, Thüringen

134v
Kleinrudestedt1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Kreis Sömmerda, Thüringen

25r
Konstantinopel (Istanbul)1620: Osmanisches Reich

2008: Provinz Istanbul, Türkei

194v
Korinth1620: Osmanisches Reich

2008: Präfektur Korinthia, Griechenland

207r
Krakau (Kraków)1620: Königreich Polen

2008: Woiwodschaft Kleinpolen, Polen

208r
Kranichfeld1620: Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt (Oberherrschaft)

2008: Kreis Weimarer Land, Thüringen

182r
Kroatien90v
Kühnhausen1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

163r
Langensalza1620: Kurfürstentum Sachsen

2008: Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen

203v
Langewiesen1620: Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt (Oberherrschaft)

2008: Ilm-Kreis, Thüringen

206r
Lausitz183r
Lehesten, Burg1620: Herzogtum Sachsen-Altenburg

2008: Kreis Jena, Thüringen

Burg im Kr. Jena. Sie gehörte vermutlich den Burggrafen von Kirchberg.
134v
Leipzig1620: Kurfürstentum Sachsen

2008: (kreisfrei), Sachsen

35r, 35v, 35v, 200r, 236v
Lemberg (Lwiw)1620: Königreich Polen

2008: Oblast Lwiw, Ukraine

192r
Liegnitz (Legnica)1620: Fürstentum Brieg

2008: Woiwodschaft Niederschlesien, Polen

155r
Linderbach1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

163r
Löwen (Leuven)1620: Herzogtum Brabant

2008: Provinz Flämisch-Brabant, Belgien

177v
Mailand1620: Herzogtum Mailand, Königreich Spanien

2008: Provinz Mailand, Italien

194v
Mainz, Kurfürstentum34v, 35r, 90v, 91r, 91r, 189v, 189v, 190r
Mainz1620: Kurfürstentum Mainz

2008: (kreisfrei), Rheinland - Pfalz

41v, 177v
Malta167r, 193v
Mansfeld1620: Grafschaft Mansfeld

2008: Kreis Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt

96v
Meißen, Grafschaft80v, 147r, 183r, 193r
Melau1620: Reichsstadt Stade

2008: Kreis Stade, Niedersachsen

196r
Melchendorf1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

23v, 168v, 202r
Merxleben1620: Kurfürstentum Sachsen

2008: Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen

25r
Metz1620: Herzogtum Lothringen

2008: Département Moselle, Frankreich

191v
Möbisburg, Burg1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Erfurt, Thüringen

176v
Möbisburg1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

24v
Molschleben1620: Herzogtum Sachsen-Gotha

2008: Kreis Gotha, Thüringen

201r
Moskau1620: Zarentum Russland194r, 194v, 194v, 208r, 210r
Mühlhausen1620: Reichsstadt

2008: Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen

125v, 138v
Naumburg1620: Kurfürstentum Sachsen

2008: Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt

200r
Neapel1620: Königreich Neapel

2008: Provinz Neapel, Italien

194v
Nebra1620: Erzstift Magdeburg

2008: Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt

23v
Neusiß1620: Grafschaft Henneberg

2008: Ilm-Kreis, Thüringen

84r
Niederzimmern1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Kreis Weimarer Land, Thüringen

23v
Nordhausen1620: Reichsstadt

2008: Kreis Nordhausen, Thüringen

24v, 125v, 138v, 176v
Norrköping1620: Königreich Schweden

2008: Provinz Östergötland, Schweden

192r
Norwegen196r
Nürnberg1620: Reichsstadt Nürnberg

2008: (kreisfrei), Bayern

99r
Ohrdruf1620: Grafschaft Gleichen

2008: Kreis Gotha, Thüringen

155r
Osnabrück1620: Hochstift Osnabrück

2008: (kreisfrei), Niedersachsen

35r
Osterland183r
Österreich90v, 190v, 192r, 193r
Paris1620: Königreich Frankreich194v
Plaue1620: Grafschaft Schwarzburg-Sondershausen (Oberherrschaft)

2008: Ilm-Kreis, Thüringen

162r
Polen190v, 190v, 190v, 190v, 191r, 191r, 192r, 192r, 192r, 194r, 194v, 194v, 210r
Rastenberg1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Kreis Sömmerda, Thüringen

172r
Regensburg1620: Reichsstadt

2008: (kreisfrei), Bayern

177v, 177v
Regenstein, Burg1620: Grafschaft Blankenburg-Regenstein

2008: Kreis Harz, Sachsen-Anhalt

96v
Reinhardsbrunn, Kloster1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Kreis Gotha, Thüringen

89v, 99r
Rhodos167r, 171r
Rom1620: Kirchenstaat

2008: Provinz Rom, Italien

193v, 194v
Rudolstadt1620: Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt (Oberherrschaft)

2008: Kreis Saalfeld-Rudolstadt, Thüringen

155r
Rusteberg1620: Eichsfeld, Kurfürstentum Mainz

2008: Kreis Eichsfeld, Thüringen

Burg bei Heiligenstadt.
180r
SaaleNebenfluss der Elbe.155r, 179r
Saalfeld1620: Herzogtum Sachsen-Altenburg

2008: Kreis Saalfeld-Rudolstadt, Thüringen

202r
Sachsen, Kurfürstentum110r, 161r, 177v
Sachsen-Gotha, Herzogtum67v
Sachsen-Weimar, Herzogtum67v
Saint Denis1620: Königreich Frankreich

2008: Département Seine-Saint-Denis, Frankreich

195v
Sangerhausen1620: Kurfürstentum Sachsen

2008: Kreis Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt

96v
Schallenburg1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Kreis Sömmerda, Thüringen

23v
Schlesien155r
Schleusingen1620: Grafschaft Henneberg-Schleusingen

2008: Kreis Hildburghausen, Thüringen

71r
Schmalkalden1620: Landgrafschaft Hessen-Kassel

2008: Kreis Schmalkalden-Meiningen, Thüringen

181v
Schmira1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

198v
Schottland194r
Schulpforte1620: Kurfürstentum Sachsen

2008: Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt

139v
Schwabhausen1620: Grafschaft Gleichen

2008: Kreis Gotha, Thüringen

24r, 163v
Schwansee1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Kreis Sömmerda, Thüringen

25r
Schwarzburg, Grafschaft182r
Schweden191v, 191v, 192r, 194r, 194r, 200v
Schwerborn1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

30v
Seebergen1620: Grafschaft Gleichen

2008: Kreis Gotha, Thüringen

23v
Sizilien193v
Sömmerda1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Kreis Sömmerda, Thüringen

23v
Spanien193v, 194v
Speyer1620: Hochstift Speyer

2008: (kreisfrei), Rheinland - Pfalz

74v, 100v, 100v
Stade1620: Reichsstadt

2008: Kreis Stade, Niedersachsen

196r, 196v
Stadtilm1620: Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt (Oberherrschaft)

2008: Ilm-Kreis, Thüringen

25r, 155r
Steiermark90v
Stotternheim1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

25v
Straßburg1620: Reichsstadt Straßburg

2008: Département Bas-Rhin, Frankreich

193r
Tannroda1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Kreis Weimarer Land, Thüringen

79v
Thüringen12r, 12r, 74v, 76v, 83v, 84v, 96v, 96v, 139r, 147r, 155r, 164v, 176v, 177r, 180v, 181v, 182v, 193r
Tiefthal1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

25r
Tretteburg, Burg

2008: Kreis Sömmerda, Thüringen

179v
Ungarn90v, 191r, 192r
Urbich1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

202r
Utzberg1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Kreis Weimarer Land, Thüringen

35v
Venedig1620: Republik Venedig

2008: Provinz Venedig, Italien

194r
Vieselbach1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

9v, 163r
Waltershausen1620: Herzogtum Sachsen-Gotha

2008: Kreis Gotha, Thüringen

71v
Waltersleben1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

137v, 137v
Warschau (Warszawa)1620: Königreich Polen190v, 192r, 210r
Wartburg, Burg1620: Herzogtum Sachsen-Eisenach

2008: Ortsteil von Eisenach, Thüringen

138v, 138v, 138v, 138v, 147r
Weimar1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: (kreisfrei), Thüringen

72r, 82r, 99r, 123v, 155r
Weser177v
Wiehe1620: Kurfürstentum Sachsen

2008: Kyffhäuserkreis, Thüringen

23r
Wimpfen1620: Reichsstadt

2008: Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg

196r
Windberg, Burg1620: Herzogtum Sachsen-Weimar

2008: Kreis Jena, Thüringen

Wüste Burg auf dem Hausberg östlich von Jena. Die Burg Kirchberg bei Jena stand auf dem rechten Saaleufer auf dem Fuchsturm. Windberg lag auf dem gleichen Bergsporn.
125v, 134v
Windischholzhausen1620: Erfurt, Kurfürstentum Mainz

2008: Stadtteil von Erfurt, Thüringen

25r, 202r
Wismar1620: Herzogtum Mecklenburg-Schwerin

2008: (kreisfrei), Mecklenburg-Vorpommern

196r
Wittenberg1620: Kurfürstentum Sachsen

2008: Kreis Wittenberg, Sachsen-Anhalt

68r
Wittenweier1620: xxx

2008: Ortenaukreis, Baden-Württemberg

126r
Wursten196v
Wurzen1620: Kurfürstentum Sachsen

2008: Muldentalkreis, Sachsen

7r
Zwolle1620: Herrschaft Overijssel

2008: Provinz Oberijssel, Niederlande

195v