© Mitteldeutsche Selbstzeugnisse der Zeit des Dreißgjährigen Krieges

  Selbstzeugnis von Volckmar Happe, Teil I




Volkmar Happe Teil I, f. 135r
[1629.03]

lauter Italiener, soll des Generals von Friedtlandt Leibcompagnie[1] sein. Die müssen und sollen wir auch neben den Reutern mit schwerer Contribution unterhalten |[R.] und sind in Witzleben geleget worden|. Den 12. März sind den Bürgern zu Greußen neun Pferde auf der Hannleuthen von bösen Buben genommen worden, 3 sind gewesen Johann Zacharias Schonharten, 2 dem Gerber Albertus Stuhlen, 2 B. Tobiae Leubers und 2 Veit Weimars Wittwe. Den 13. März etzliche Reuter einen Croaten erschossen zu Dornheim im Dorfe, frist also ein Wolf den andern. Den 14. März aber ein Crabat erschossen worden bey Freienbessingen. Den 15. März etzliche Reuter bey Arnstadt einen Vornehmen vom Adel erschossen, Witzleben genannt. Den 15. März hat zu Erfurt ein calvinischer Priester auf dem Thurme öffentlich seine Religion wiederrufen und sich zu der römischen catholischen Religion bekannt[2], das ich alles mit angehöret und gesehen. Den 18. März 200 keyserliche Soldaten zu Fuß durch die Stadt Greußen gezogen, denen der Rath 10 Rthlr verehren müssen, seind

[1]Wallensteins Leibcompagnie wurde von Ottavio Piccolomini geführt.
[2]Siehe hierzu Marx, Inhaltliche Erläuterungen, Anm. 6.