© Mitteldeutsche Selbstzeugnisse der Zeit des Dreißgjährigen Krieges

  Selbstzeugnis von Volckmar Happe, Teil I




Volkmar Happe Teil I, f. 14r
[1638.08-1638.12;1639.00;1640.00]

gestorben, habe ich deswegen mit Meinem Gnädigen Herrn nach Sondershausen reisen müssen, aldar auch Ihr Gnaden und ich blieben und nicht wieder nach Ebeleben kommen. Und als darauf Mein Gnädiger Herr seine gantze Hofstadt und Cantzley nach Sondershausen transferiret, habe ich endlichen mein Weib und Kind auch herüber nach Sondershausen bringen lassen und in Gottes Nahmen alhier meine Haushaltung angestellet und bin von Meinem Gnädigen Herrn von neuen nach Sondershausen zum Hofe und Justitien Rathe angenommen worden. Ich habe in Sondershausen leider sehr groß Unglück ausstehen müssen; den[n] anno 1638 und 1639 meine tückische Feinde heftig wieder mich practiciret, darwieder mich aber unser Herre Gott kräftig geschützet und sie selbsten zur Schanden gemachet.
Anno 1640 ist meine Wohnunge, so sonsten den Herrn Hofrath Jacob Siefarthen eigenthümblich zugestanden, mit allen so ich darinnen gehabt und sich auf etzliche hundert Thaler erstrecket, gantz zu Grunde verbrant.