© Mitteldeutsche Selbstzeugnisse der Zeit des Dreißgjährigen Krieges

  Selbstzeugnis von Volckmar Happe, Teil I




Volkmar Happe Teil I, f. 170r
[1629.08]

Den 16. August etzliche Soldaten einem Bürger von Clingen ein Pferd ausgespannet, hart vor dem Thore daselbsten. Den 17. August ist etzlich Friedlandisch Volck mit dessen Pagagi in Erfurt ankommen. Den 18. August sind 7 Compagnien keyserliche Reuter in den Erfurtischen Dorfen ankommen. Den 19. August ist vor Greußen in einem Rübesamenstücke ein todter Soldat gefunden worden. Den 19. August hat sich unser crabatischer übelgeschossener Wachtmeister Thomas Peigerbitz umb besserer Wartunge willen von Ebeleben nach Erfurt führen lassen. Den 20. August, nachdeme die Erndte zu Greußen Gott sey Danck verbracht, habe ich mein Weib, Kinder und Gesinde von Greußen wiederumb nach Ebeleben bringen lassen. Eodem [die] meines eltesten Sohnes Johann Andreßen erste Bathe, Heinrich[s] Tochter, zu Sußra gestorben und zu Ebeleben begraben worden.