© Mitteldeutsche Selbstzeugnisse der Zeit des Dreißgjährigen Krieges

  Selbstzeugnis von Volckmar Happe, Teil I




Volkmar Happe Teil I, f. 188r
[1630.03;1630.04]

Den 20. März Meines Gnädigen Herrn Hofemeister zu Schernberg drey Pferde aus dem Pfluge genommen worden. Den 21. März etzliche Soldaten alhier in der Schencke lose Händel angerichtet, hetten aber balde gute Stöße bekommen, wenn sie nicht entlaufen wehren. Den 22. März hat Peter Köhlers Magdt, in dessen Hause der Hauptmann Breuner quartiret, etzliche heiße Aschen aus dem Ofen gezogen und auf den Boden geschüttet, dadurch das Haus angebrant. Mann ist es aber beyzeiten innen worden und Gott sey Danck das Feuer geleschet. Bis dato ist immer schon warm Fastenwetter gewesen. Den 27. März ist Heine Jacob ergriffen worden, dass er Meinem Gnädigen Herrn vom Kornboden ein Sack voll Rocken und einen Sack voll Gersten gestohlen. Den 30. März des Hofmeisters Bruder zu Peukendorf von Soldaten ein Pferd genommen worden.