© Mitteldeutsche Selbstzeugnisse der Zeit des Dreißgjährigen Krieges

  Selbstzeugnis von Volckmar Happe, Teil I




Volkmar Happe Teil I, f. 190r
[1630.04]

Den 16. April hat ein Soldat dem Schäfer zu Thalebra etzlich Lämmer nehmen wollen. Den hat aber der Schaafknecht mit den Haackenstocke also tractiret, dass mann ihn vor todt weg tragen müssen. Den 18. April, war der Sonntag Misericordias Domini[a], bin ich beneben Herrn Doctore Hieronimo Hedeno und Herrn Georgij Weschen Diaconi Hausfrauen zu Sondershausen zu Gevattern gestanden bey Herrn Johann Henerico Jovio zu Sondershausen, heißt der Bathe Johannes Paulus. Den 19. April sind in den Mittage 3 Sonnen mit vielen Ringeln umgeben an Himmel gesehen worden. Den 20. April ist gegen Abend umb 6 Uhr ein sehr starck Donnerwetter entstanden, hat sehr schrecklich geplitzet und gedonnert und schrecklich geregnet, davon ein sehr groß Gewässer entstanden.

[a]die Gnade des Herrn (2. Sonntag nach Ostern)