© Mitteldeutsche Selbstzeugnisse der Zeit des Dreißgjährigen Krieges

  Selbstzeugnis von Volckmar Happe, Teil I




Volkmar Happe Teil I, f. 24r
[1618.07;1618.09;1637.12]

Anno 1618 den 12. Juli, morgens zwischen vier und 5 Uhren, [hat] der liebe Gott mir einen jungen Sohn bescheret, welcher folgendes Tages durch Doctorem Andrea Tentzelln, Johann Schulteßen, Secretarium zu Sondershausen, und Susannen, Herrn Bürgermeister Zachariae Königs Hausfrauen, zur Heiligen Taufe bracht und aldar Johann Andreas genennet worden. Dem lieben Gott sey Lob und Danck gesagt. Der wolle ihn allezeit segnen und behüten.
|[R.] Moritur hic dilectissimus filius meus primogenitus Eblebij pie et beate 22. November intra 11 et 12 horam nocturnam anno 1637. 19[a]| Ach, Gott erbarme es, es ist ein sehr armes Kindt, hat den Blasenstein mit von Mutterleibe bracht, daran es unaussprechliche Schmertzen und wir, seine Eltern, übergroßes Hertzeleidt erleiden müssen. Gott wolle ihm genädig helfen um Jesu Christi willen, Amen.
Anno eodem 1618 den 13. September bin ich in Catharinen Hellnerin Haus hinder der Kirchen gezogen.

[a]Dieser mein innig geliebter erstgeborener Sohn stirbt in Ebeleben fromm und glücklich am 22. November zwischen 11 und 12 Uhr nachts im Jahre 1637, im Alter von 19 Jahren.