© Mitteldeutsche Selbstzeugnisse der Zeit des Dreißgjährigen Krieges

  Selbstzeugnis von Volckmar Happe, Teil I




Volkmar Happe Teil I, f. 270v
[1631.07;1631.08]

Den 28. Juli ist dis Volck nach Greußen kommen, haben ihme Essen und Trincken geben müssen und sind darnach nach Großsömmern gezogen. Den 29. und 30. Juli sind 14 Soldaten zu Thalebra entlaufen. Diesem Monath hat es viel und sehr schreckliche, starcke Donnerwetter geben und hat in vielen Orthen eingeschlagen und angestecket, als zu Schönstedt, Grüningen und Sollstedt unter dem Diena und andern Orthen mehr, hat eine sehr nasse Ernde geben, ist Korn und Gersten von dem vielen Regen im Felde aller ausgewachsen. Den Weitzen haben die Soldaten alle abgefüttert, das nichts worden, die Gersten theils auch abgeführet, theils mit den Pferden zutreten. Was noch vorhanden, verderbet nun vollends der langwierige Regen, ist also zu Greußen eine elende, jämmerliche Ernde.