© Mitteldeutsche Selbstzeugnisse der Zeit des Dreißgjährigen Krieges

  Selbstzeugnis von Volckmar Happe, Teil I




Volkmar Happe Teil I, f. 38r
[1623.05;1623.06]

Den 20. Mai gemelte meines Brudern abgeleibte Hausfrau in Greußen christlich zur Erden bestattet worden. Juni Den 9. Juni anno 1623 etzliche böse Buben von Hertzog Christian, Bischofs zu Halberstadt Kriegs Volck in Utterode[ein]gefallen. Meines Gnädigen Herrn Verwaltern Herrn Heinrich Wagenern gefangen weg geführet und Geld von ihme erzwingen wolten, endlichen aber nach vielen Plagen ihm wieder los gelassen. Den 10. Juni anno eodem Hertzog Christians Volck in der Nacht durch die Scheunen in das Furwerck Utterode gebrochen, die Thüren zerschmissen, Kasten eröffnet und was vorhanden, mitgenommen. Der Verwalter beneben seinem Weibe ist zu einem Loche in dem |bloßen| Hemde uf einen Schweinestahl gesprungen und sich aldar verborgen gehalten, dass sie die Buben nicht finden können. Und wer zweifelsohne noch viel übler ergangen, wenn nicht