Volkmar Happe Teil I, f. 18v
[1613.03;1613.07]

dass sie zu Weimar in die 20 Häuser und Mühlen eingerissen und weg geführet. Etzliche 60 Personen in der Stadt und in theils Dörfern etzliche hundert Menschen erseufet mit sehr vielem Viehe.
Mein Gnädiger Herr Graf Caroll Günther hat damals sein Beylager zu Weimar mit einem Fräulein von Ahnhalt zu Weimar haben sollen. Das große Wasser aber hat das fürstliche Schloss also verderbet, dass es nicht seyn können, ist auch alles Geträncke verdorben.
Anno 1613 den 26. Februar mein herzlieber Vater Volckmar Happe zu Greußen seelig gestorben, dessen Seelen Gott mit seiner allmechtigen Hand pflegen wolle. Nach Abgange meines hertzlieben Vaters ist meine liebe Mutter und wir Kinder von unserm Bruder Valtin sehr angefochten worden wegen unsers lieben Vaters Verlassenschaft. Aber Gott hat uns genädigst geschützet. Dem sey alle Zeit Lob und Danck gesagt, Amen.


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