Volkmar Happe Teil I, f. 252r
[1630.11;1630.12]

gewesen, aber gantz kein Schnee und Regen, sondern gantz trocken. In diesem Monath hat auch die Hauptkranckheit zu Billeben starck zu regiren angefangen, daran |aus| der Pfarr etzliche gestorben und liegen die ander[en] noch alle kranck daran, die darinnen sind. Diese Zeit ist der Krieg mit dem Könige in Schweden und dem Bischof von Halle, so itzo in der Stadt Magdeburg ist, starck continuiret und täglich viel Volck hier durch vor Magdeburg und nach Pommern contra den Schweden geführet worden. Den 27. November ist zu Salza eines Bürgers Sohn aus selbiger Stadt zweymahl mit glüenden Zangen gerissen und hernach mit dem Rade vom Leben zum Tode gerichtet worden aus diesen Ursachen, dass er vor wenig Wochen Gelt genommen und sich versprochen, mit in den Krieg zu ziehen. Als es ihme aber am Gelde gemangelt und er in Salza eine Waase gehabt, eine Wittfrau, welche mit einem


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