Volkmar Happe Teil I, f. 107r
[1627.05]

beyde Bürgermeister, Tobias Gitbieren und Johann Heylingen, wie auch den Syndicum und noch einen Raths Herrn mit weg geführet, das Dorf Gorsleben bei der Sachsenburg haben sie gantz abgebrant. Den 26. April etzliche Bauern in Geschlinck zweene Reuter von Rittmeister Fortinellen Compagnie todt geschossen, und den Furir sein Pferdt, er aber ist lebendig zu Fuß davon kommen. Den 27. April etzliche Bauern bey Nachte in das Dorf Glühe[ein]gefallen und zweene Soldaten, so in dem Dorfe gelegen pro[a] Salva Guardia, gefangen weg genommen, die hat man des andern Tages alle beyde im Schersenthal bei Sondershausen todt liegen funden, sind alle beyde nacket aus gezogen, und sehr übel zumetziget gewesen[1]. Den 28. April Rittmeister Laviolet mit seiner Compagnie aus dem armen verderbten Toba in Großbrüchter und Kleinbrüchter gerucket.

[1]Nach ThSTA Rudolstadt Kanzlei Sondershausen Nr. 3643, fol. 9v, waren die Harzschützen am 27.4.1627 in Urbach eingefallen und hatten drei Salvagardisten gefangen in den Harz weggeführt. Boblenz, Aktionen, S. 91.
[a]für


< vorige Seite     nächste Seite >      Druckversion