Volkmar Happe Teil I, f. 109v
[1627.05]

Compagnien Reutern unter der Frühe Predigt in Großbrüchter und Kleinbrüchter gerücket, hat also eine sehr traurige Pfingsten geben. Den 14. Mai eine Compagnie lauwenburgische Reuter alhier in Ebeleben Quartier begehrt, ist aber noch abgewendet worden, haben ihnen 1 Fass Bier und 2 Eymer Wein geben. Den 15. Mai, als den dritten Pfingsttag, eine Compagnie von den sachßen-lauwenburgischen Reutern sich in Keula, Urbach und Großmehlra gelegt. Es ist eine sehr große Noth. Das arme Volck laufet alles davon, der Acker bleibet unbestellet liegen, so ziehen die Soldaten von einem Orth zum andern und nehmen noch weg, was übrig ist. Den 16. Mai haben wir alles Viehe von dem Fuhrwerge Peukendorf weg genommen, theils nach Tennstedt, Bruchstedt und Bothenheilingen gesandt, theils alhier zu Ebeleben behalten. Den 17. Mai alles, was noch in Peukendorf


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