Volkmar Happe Teil I, f. 118v
[1627.11]

Den 2. November meines lieben Bruder Jacoben Happen andere Hausfrau Elisabetha zu Greußen begraben worden. Den 3. November zwey Compagnien Merodische Reuter in der Nacht in die Stadt Sondershausen gantz unversehens sich gewaltsamer Weise einquartiret, mit sehr großen Schrecken der armen Leuthe. Auch sind selbigen Abends etzliche Reuter umb 9 Uhr in der Nacht anhero nach Ebeleben kommen und Quartier im Dorfe begehret vor eine Compagnien MerodischeReuter, und ob man sich wohl mit Ihro Churfürstliche Durchlaucht zu Sachsen entschuldigen wollen, haben sie doch darauf nichts geben, sondern mit der Quartirunge gewaltthätig fortgefahren. Den 4. November, auf einen Sonntag, als auf Hause Ebeleben die frühe Predigt gehalten worden, ist eine Compagnie Reuter alhier im Dorf Ebeleben ankommen, deren Rittmeister ein österreichischer Freyherr von Herberstein, hat sein Quartier in Andreas Friecken Logement genommen.


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