Volkmar Happe Teil I, f. 11v
[1632.00]

Viel und große Kranckheiten habe ich von meiner Kindheit auf ausgestanden, viel Unglück, Gefahr, Wiederwärtigkeit, Feindseeligkeit, Angst und Noth erlitten. Gott, ach mein lieber getreuer Gott, an dem ich klebe wie eine Klette am Kleide und uf den ich mich alleine festiglich verlassen, der hat mit gnädig geholfen, mich geschützet, viel meiner verechtigen Feinde gestürtzet und mich mit Ehren ausgeführet. Nun dancket alle Gott etc.
In den schrecklichen, feindseeligen Einfellen und bluttigen Lamien zur Ebeleben hat mich mein lieber Gott so hoch geliebet und begnadet, dass er mich kaum einen halben Tag vor solchen Blutbade mit Weib und Kind gesund und frisch hinweg geführet. Ach, das ist eine unaussprechliche Barmhertzigkeit, Güte, Gnade und Wohlthat. Ach Gott, wie soll ich immer dancken dir u.s.w.
Anno eodem 1632 in dem feindseeligen andern Einfall der Papenheimischen Keyserischen


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