Volkmar Happe Teil I, f. 167v
[1629.07;1629.08]

drey viertel Jahr gehabt und hochschwanger gehet, bübisch deheriret, und sey wieder in das antichristische Babsthumb gelaufen, die Zeit wird es offenbahren. Den 31. Juli sind zweene junge Hertzoge von Holstein[1], Meines Gnädigen Herrn Schwester Söhne, nach Sondershausen kommen. Diesen Monath ist sehr hitzig und dürre Wetter gewesen, also dass das Getreyde, Korn, Gersten und Hafer zu Greußen alles reif zugleich worden, auch in diesem Monath gantz aus dem Felde in die Scheune bracht worden, welches nicht neulich geschehen. Hertzogenbosch wird noch von dem Stadtischen und Magdenburg von dem Keyserischen belagert, und wird allenthalben zu Ross und Fuß Kriegs Volck von den Keyser geworben. Die Gräffliche Sondershäusische [ Günther XLII. von Schwarzburg-Sondershausen, Anton Heinrich von Schwarzburg-Sondershausen, Johann Günther II. von Schwarzburg-Sondershausen, Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen] Lini soll unterhalten: ½ Compagnien Picolominische Reuter in der Oberherrschaft und ½ Compagnien Picolominische in der Unterherrschaft.

[1]Im Jahr 1629 leben sechs Söhne der Dorothea von Schwarzburg-Sondershausen: [ Johann Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Franzhagen, Alexander Heinrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg, Ernst Günther von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, Georg Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck, August Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck, Philipp Ludwig, Herzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg]


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