Volkmar Happe Teil I, f. 174r
[1629.10]

Te Deum Laudamus[a] in allen Kirchen gesungen und alles Geschütz los geschossen worden. Oktober Den 1. Oktober mein Schreiber Ludewig Fischer von Gehren, der mir 3 gantzer Jahr sehr fleißig gedienet, sich [durch] den bösen Feind[1] verleiten lassen, dass er meine eiserne Laden geöffnet und ziemlich Geld daraus genommen. Darumb ich ihme seinen Abschied geben. Eodem die zweene Junge Hertzogen von Holstein[2], Meiner Genedigen Herrn Schwestersöhne, anhero nach Ebeleben kommen. Den 3. Oktober die Hertzogen von Hollstein[3] von hier wieder hinweg nach Sondershausen gezogen. Den. 6. Oktober eine Compagnien keyserlicher Reuter zu Schlotheim gelegen eine Nacht, sollen grausam übel gehandelt haben.

[1]Synonym für den Teufel.
[2]Im Jahr 1629 leben sechs Söhne der Dorothea von Schwarzburg-Sondershausen: [ Johann Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Franzhagen, Alexander Heinrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg, Ernst Günther von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, Georg Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck, August Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck, Philipp Ludwig, Herzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg]
[3]Im Jahr 1629 leben sechs Söhne der Dorothea von Schwarzburg-Sondershausen: [ Johann Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Franzhagen, Alexander Heinrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg, Ernst Günther von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, Georg Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck, August Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck, Philipp Ludwig, Herzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg]
[a]Dich Gott loben wir. Ambrosianischer Lobgesang, an Festtagen am Ende der Matutin gesungen.


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