Volkmar Happe Teil I, f. 203r
[1630.06;1632.02;1634.01;1635.00]

zu Heringen, Schwager Casparus Schultes, Frau Elisabeth Grubmanin, Gräflich Schwartzburgische Hofmeisterin zu Ebeleben, und Herren Rudolf Bergmanns Hausfrau zu Bothenheilingen, aldar sie Euphemia nach meiner Großmutter genennet worden ist. Den 4. Februar 1632 ist es leider ungerade gangen, dass sie abortiret, das Kindlein, so von ihr kommen, ist etwa 3 Monath gewesen. Anno 1634, den 19. Januar meinen lieber Sohn Gustavus Christianus zu Ebeleben gebohren worden, hat nur zweene Bathen, als Herrn Johann Heldens Hausfraue, Pfarrherren zu Großmehlra, und der Amtschreiber zu Ebeleben, Tobiam Schuchartin. Anno 1635, als die Sperreuterische Armee in die Grafschaft Schwartzburg kommen und eine Compagi Reuter mit Gewalt Quartier nehmen wollen, darüber ein großer Tumult entstanden, ist meine Hausfrau so erschrecket worden, dass ihr wieder ungrade gangen[1].

[1] Martha Happe erlitt angesichts von Tumult und Gewalt einer kriegerischen Quartiersnahme in ihrem Hause also eine zweite Fehlgeburt innerhalb weniger Jahre, was ihr Mann als ein sich wiederholendes leidvolles Ereignis notiert und erinnert.


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