Volkmar Happe Teil I, f. 238r
[1632.07;1632.08]

Wehre gesetzet, unterdessen haben die schwedischen, lüneburgischen Soldaten, desgleichen die Mühlhäuser Bürger und Bauren, die Schwartzburgischen und Hohensteinischen arme, verderbte, unschuldige Leuthe sich zusammen rottiret, das gantze Eichsfelde wiederumb zu Grunde ausgeplündert, alles verwüstet, über 2000 Menschen erschlagen und die meisten Dorfe im Eichsfelde abgebrant und in die Asche geleget. Haben also das auf dem Hause Ebeleben vergossene unschuldige Blut und verübte Tyranney sehr hart büßen müssen. Den 25. Juli hat der Hertzog George von Lüneburg Duderstadt eingenommen, haben sich auf Genade und Ungnade ergeben müssen. Die gemeinen Soldaten hat man untergestecket, die Officier aber gefangen nach Magdeburg geschicket. Ist also auch ihnen der Ebelebische Raub übel bekommen. Ein Rittmeister ist in Duderstadt, dieser Räuber, im Stiefel und Sporn aufgehencket worden.


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