Volkmar Happe Teil I, f. 243r
[1632.09;1632.10]

vom Adel genannt, erschossen worden, dass also auf ieder Seiten einer todt blieben. Ist eben aufn Matthesabend geschehen. Den 21. September ist der erschossene Soldat von Greußen auf einem Heerwagen hinweg geführet worden. Den 22. September ist der entleibte Lieutenant, mein Vetter Hanns George Happe, seelig zu Greußen gar adlich auf dem Gottesacker begraben worden. Die Leiche haben acht Soldaten getragen, vor der Leiche ist einer geritten, der des Entleibten bloßen Degen in der Hand geführet, hinter der Leiche ist ein Pferdt, so gantz mit schwartzen Tuche verkleidet gewesen, geführet worden. Darauf der Rittmeister und die gantze Compagnia|zu Fuße| gefolget, ieder ein Pistohl in der Hand haltend, und endlichen die Bürgerschaft. |[R.] Die Leichenpredigt hat der Pfarr zu Greußen[gehalten]. Text Apostelgeschichte 10[1] von dem Hauptmann Cornelio.| Den 25. September ist zu Frankenhausen gegen Mittag umb 10 Uhr in der Clostergassen ein Feuer aufkommen, dadurch

[1]Gemeint ist hier Apostelgeschichte 10, 34: Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: „Nun erfahre ich in Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansieht, sondern in jeglichem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm“.


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