Volkmar Happe Teil I, f. 27v
[1620.05;1620.11]

Gott wolle sie genädig segnen und behüten. Danck sey dir, du lieber Gott, vor deinen gnädigen Ehesegen.
Den 8. November stylo novo anno 1620 haben die beyden mechtigen Armaden, als die Keyserlich und König Friedrichs Pfaltzgrafens vor Prag auf dem Weißenberger ein starcke Generalfeldschlacht[1] gehalten, da beyderseits ritterlich gefochten und viel tausend Mann erschlagen worden. Endlichen haben die Keyserlichen die Victori erhalten, die Böhmen in die Flucht geschlagen und hat der unglückseelige König Friedrich mit seiner Gemahlin und Kindern sich selbigen Tages aus dem Königreich flüchtig davon machen müssen.
Anno eodem 1620 den 6. Mai bin ich beneben Hansen Leubelings Hausfrauen von Berenroda und Meister Hansen Düncklern, den Schneider zu Deuna, bey Herrn Heinrich Wagnern zu Menteroda

[1]Happe verwendet diesen Begriff für eine Entscheidungsschlacht, da damit die Phase des Böhmischen Krieges weitgehend beendet und die Pfälzische Phase des Krieges begann.


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