Volkmar Happe Teil I, f. 326v
[1634.09]

Die Huldigungspredigt hat gethan der Superintendens zu Bleicherode, H. Reinmann. Der Text war aus dem ersten Buch Samuel, am 10. Capitel, Vers 24, 25, 26 et 27[1], reimete sich sehr wohl auf die Wiederspenstigen vom Adel. Den 3. September sind Meine Gnädige junge Herren [ Anton Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen, Ludwig Günther II., Graf von Schwarzburg-Sondershausen-Ebeleben] nach verrichteter Huldigung auf das Haus Lohra gezogen. Den 4. September etzliche leichtfertige Diebe zu Keula ein Pferdt genommen, das ihnen aber die Bauren wieder abgejaget. Den 6. September bin ich nach Erfurt verreiset, hinüber Allmenhausen zwar von einem schellmischen Straßenreuber zwar angerennet worden, sie haben aber, Gott sey Danck, nichts ausrichten können, sondern haben sich packen müssen.

[1]"Und Samuel sprach zu allem Volk: Da seht ihr, wen der Herr erwählt hat; ihm ist keiner gleich im ganzen Volk. Da jauchzte das ganze Volk und sprach: Es lebe der König! Samuel aber tat dem Volk das Recht des Königtums kund und schrieb's in ein Buch und legte es vor dem HERRN nieder. Und Samuel entließ das ganze Volk, einen jeden in sein Haus. Auch Saul ging heim nach Gibea, und mit ihm gingen die vom Heer, denen Gott das Herz gerührt hatte. Aber einige ruchlose Leute sprachen: Was soll der uns helfen? Und sie verachteten ihn und brachten ihm kein Geschenk. Aber er tat, als hörte er's nicht."


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