Volkmar Happe Teil I, f. 40v
[1623.07]

haufenweise nach Keula. Mein Weib und Kind schicke ich in dieser betrübten Zeit nacher Greußen und bliebe ich bey den Stationen alleine. Den 9. Juli anno 1623 das reiche und schöne Kloster Gerode von dem halberstädischen Krieges Volck geplündert und reine abgebrannt worden. Den 10. Juli anno 1623 meine liebe |jüngste| Schwester Ephemia, Schwager Petri Erasmi Hausfrau, zu Magdeburg in Gott verschieden und daselbst begraben worden. Den 11. Juli anno 1623 etzliche beyerische Reuter in das Dorf Hagen, unter dem Deuna gelegen, [ein]gefallen, eine halbe Meile von Keula und theils Meinen Gnädigen Herren, theils den von Hagen zustendig ist, denn Edelmanns Hof und gantze Dorf ausgeplündert, einen Mann erschossen und endlichen das Dorf angestecket. Ist aber, Gott sey Danck, nicht mehr als ein Haus samt Scheunen und Ställen verbrennet, aber 36 Pferde den armen Leuthen mitgenommen.


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