Volkmar Happe Teil I, f. 48v
[1623.12-1624.04;1624.06-1624.08]

darüber unter denen Bürgern balde ein groß Blut Bad entstanden, wo es der Rat nicht verhindert hette. Den 16. März zwo Fahnen churfürstlich sächßisches Fußvolck abgedancket worden, zu Weißensee haben die Buben die Stadt angestecket, sind aber nicht mehr als 2 Scheuern abgebrennet. Den 18. März Hansen Hucken zu Rohnstedt bey dem unter[en] Krolle seine beyde Pferde aus dem Dingwagen durch etzliche Reisige mit Gewalt genommen worden. Und als er sich zur We[h]re gesetzet, ist er mit 2 Kugeln durch ein Bein übel geschossen und über den Kopf mit einem Degen fast tödlichen darnieder gehauen worden. Den 28. März haben wir eine sehr kalte Ostern gehabt, hat auch einen tiefen Schnee geleget. Ist also das Jahr ein unerhörter, grausamer Winter gewesen, |der auch itzo noch währet.| Hierauf ist ein sehr dürer Sommer erfolget, ist Getreydich, Wein und Obst


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