Volkmar Happe Teil I, f. 51r
[1624.01;1624.07]

Den Sonnabend nach Margrethen, war der 17. Juli[1], nach Mittage um 1 Uhr, der liebe Gott mir einen gesunden jungen Sohn beschehret, welchen ich folgends den 20. Juli durch Herrn Hieronimum Hedenum, Gräflich Schwartzburgischen Secretarium zu Sondershausen, meinen Schwager Ernst Tentzelln und Herrn Wolf Schneiders Hausfrauen zu Clingen alhier zu Greußen zur heiligen Taufe bringen. Und weil nechstverwichenen Jahres der liebe Gott mein liebes jüngstes Söhnlein Christoph Friedrich mit meinem großen schmertzlichen Hertzenleidt durch den zeitlichen Tod von dieser Welt hinweg genommen und nunmehr derselbte wiederumb väterlichen ergentzet. Den 21. Juli nach Mittage umb 3 Uhr hat sich zu Greußen ein sehr schrecklich Donnerwetter erhoben und darauf etzliche Stunden grausam geregnet. Und ist eine solche schreckliche Wasserfluth gewesen, als bei Menschengedencken nicht geschehen. Zur Thaleben hat es das Wehr, welches bey 5000 fl zu

[1]Der Tag Margareta ist am 10./20. und nicht, wie von Happe angegeben, am 11./21. Juli.


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