Volkmar Happe Teil I, f. 70r
[1626.03-1626.05]

ist auch hierum sehr unsicher und viel Raubens und Mordens gewesen. Den 3. April bin ich in Meines Gnädigen Herrn Gescheften nach Erfurt verreyset, sindt in meinem Abwesen einhundert Reisigen alhier zu Ebeleben ankommen, so auch in Heßen gelegen und von den Bauren ausgetrieben worden, denen ist zu Rockensußra ein Mittages Futter gegeben worden und sind von dannen durch Ebeleben nach Schernberg verrücket, da sie pernoctiret. Den 7. April Hertzog Georgen Gemahlin von Lüneburg mit etzlichen Wagen und einem Cornet Reuter hier zu Ebeleben durch gezogen, die auch wegen des Kriegs=Wesens entweichen müssen. Eodem die eine stattliche von Adel von Rothleberoda mit ihrem Junckern und 3 Kindern hier betteln gangen, der das Ihrige von den keyserischen Soldaten alles genommen und verzehret. Desgleichen sich hier täglich begeben.


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