Volkmar Happe Teil I, f. 70v
[1626.04]

Den 8. April, war der Sonnabend vor den lieben Ostern, der liebe getreue Gott morgens frühe nach halber 3 Uhren mir eine gesunde junge Tochter genädig geben und bescheret zu Ebeleben in meiner neuen Wohnunge in der Hinterstuben. Eodem die des Grafen von Merode Reuterey, als 900 Pferde und sehr viel Dross, im Ambt Heringen pernoctiret. Den 9. April diese 900 Pferde alhier um Ebeleben auf den lieben Osterfeyertag ankommen, haben den armen Leuthen eine traurige Ostern gemacht, sind über Nacht gelegen zu Schernberg, Himmelsberg, Thalebra, Hohenebra, Bellstedt, Rockstedt, Abtsbessingen, Gundersleben. Den 10. April diese 900 Reisigen mit ihrem gantzen Comitat vor Mittage alhier zu Ebeleben alle durch gezogen. Eodem [die], den 10. April, war der Oster Montag, ich meine von Gott beschehrte Tochter zur heiligen Taufe bringen lassen,


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