Volkmar Happe Teil I, f. 74r
[1626.05]

Den 17. Mai in der Nacht hat es einen harten Frost gethan, also dass der Wein alle erfrohren. Den 18. Mai, als den Tag Himmelfarth, viel Wallonenin dieser Herrschaft ankommen, haben gelegen zu Allmenhausen, Abtsbessingen und im Ambt Clingen, haben sehr übel gehauset. Eodem die in der Nacht sind etzliche Reisige in Toba[ein]gefallen und Heinrich Kühnen Haus geplündert, wie aber die Bauren mit den Glocken starck stürmen lassen, haben sie im Dorfe weiter nichts ausrichten können, sondern sich davon gemacht. Den 19. Mai Mein Gnädiger Herr etzlich Zeug und Getreydig in Langensalza flüchtigen lassen, habe ich das Meinige theils auch mit geschicket. Eodem die haben die Wallonensehr starck herumb gestreifet, vor dem Thore alhier zu Ebeleben haben sie Meines Gnädigen Herrn Vogelfänger Ludewigen gantz bis aufs Hemde ausgezogen und ihme


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