Volkmar Happe Teil I, f. 76r
[1626.06]

Den 26. Mai die zu Thalebra liegende Wallonen der hiesigen Gemeinde zu Ebeleben alle ihr Vieh genommen, dessen bey 150 Stück, habe ich derentwegen nach Greußen zum Obersten Lieutenant, der ein Franzos und in meiner Schwiegermutter Behausunge gelegen, reuten müssen. Der mich erst hart angelassen, aber entlichen eine gute Resolution ertheilet, dass wir das Viehe wieder bekommen sollen. Hat mir auch einen schriftlichen Befehl an die Soldaten mitgeben. Habe ich zu Greußen in meiner lieben Schwiegermutter Behausunge [zu] meinen großen Jammer gesehen, wie übel es zugangen. Den 27. Mai, war der Pfingstsonnabend, haben wir das abgenommene Viehe zwar wieder bekommen, haben aber dargegen 60 thlr den Soldaten geben müssen und haben darüber 8 Rinder behalten und gefressen.


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