Volkmar Happe Teil I, f. 78v
[1626.06]

lassen. Auch fenget es an etzlichen Orthen wieder sehr starck an zu sterben und die Pest zu grassiren[1], haben also itzund leider alle Hauptstrafen, als Krieg, Theurunge, Pestilentz. Den 5. Juni die Wallonenvor Oberspier abermahls etzliche Bauern niedergehauen. Den 6. Juni etzliche Reuter Meines Gnädigen Herrn Fuhrwerck Peukendorf geplündert. Den 5. Juni mein liebes kleines Söhnlein Christoph Friedrich auf den Abend umb 6 Uhr sehr plötzlich kranck worden und die schwere Noth bekommen, die ihm bey einer halben Stunde hart geplaget, und als dieselbe remittiret, hat er die gantze Nacht in großer Hitze gelegen. Den 6. Juni abermahls etzliche Reuter den Straußberg geplündert, weil aber eine Salva Guardia daroben gelegen, hat diese Feuer unter die Reuter geben und deren viere erschossen. Den 6. Juni etzliche Reuter zu Großenbeerden 4 Bauern erschossen. Den 7. Juni abermahls Meinem Gnädigen Herrn zu Peukendorf 25 Schafe genommen worden.

[1]Nach Zeitfuchs, Stolberg, 323, sollen 1626 in Sondershausen 460 Personen an der Pest verstorben sein.


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