Volkmar Happe Teil I, f. 85r
[1626.07]

Majus genant, heraus und wollen den Reutern abwehren. Die Reuter aber haben einen starcken Hinterhalt im Felde versteckt gehabt, die brechen hervor und schießen den Pfarrherren und noch zehn Bauern todt und verwunden der andern noch ziemlich viel, ob sie es verwinden werden, das weiß der liebe Gott. Von den Reutern ist nicht mehr als einer todt blieben. Eodem [die] Meinem Gnädigen Herrn alhier zu Ebeleben 2 Schaafe aus der Heerde genommen worden. Den 30. Juni Rittmeister Hettenburg in trunckener Weise seinen Sattelknecht erschossen. Eodem [die][1] die Wallonenzu Großenehrich einen wohlbegüterten Bauersmann, Hecht genant, weill er ihnen nicht also balden so viel Gelt geben, als sie haben wollen, aufgehencket. Der Bauer ist von Wenigenehrich gewesen.

[1]Es fällt auf, dass Happe den gräflichen Befehl vom 30.6.1626 nicht erwähnt, der verbot, kaiserliche Soldaten anzugreifen, da die Schwarzburger Grafen eine Erhebung der eigenen Bevölkerung befürchteten. Boblenz, Aktionen, S. 272, Anm. 58.


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