Volkmar Happe Teil I, f. 98v
[1627.01]

Sonntag unter der Predigt gar unversehenes vor der Hannleuthen ankommen, haben eine Nacht gelegen zu Schernberg, Thalebra, Gundersleben, Hohenebra, Wasserthaleben et cetera, werden also die Lande jämmerlich ausgezehret. Den 16. Januar vier Reisige hier durch gezogen, mit zweyen wohlbeladenen Wagen, die sie gebeutet und heimführen wollen. Die Sage ist gangen, ob solle die Beuthe Philip von Bültzingsleben gehöret haben, und ist einer unter den Reutern Hannßen Müntzers zu Bernterode Stiefsohn gewesen. Wie aber diese auf das Gerteroder Holtz kommen, sind sie von etzlichen angefallen, Müntzers Sohne sein Pferd erschossen und er also tractiret worden, dass man ihn heimführen müssen, auch haben sie ihnen alle Beute mit Pferden und Wagen weg genommen. Den 18. Januar etzliche Reuter bey Holzsußra Hannsen Ostwalden ein Pferd genommen. Weil es aber nicht viel gedauget, haben sie es wieder laufen lassen. Den 20. Januar RittmeisterMeyer nicht |Metternicht| in Haßleben mit einem Cornet lüneburgischen Reutern sich eingelegt.


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