Volkmar Happe Teil II, f. 352v
[1640.08]

Eodem [die], den 28. Juli, der Obriste Schlangen aus Salza mit denen beyden Leichen nach Mühlhausen gezogen, haben aller Orthen sehr übel gehauset. Eodem [die], den 28. Juli, Heiligenstadt von denen Schweden in den Brandt gestecket. Den 29. Juli ist ein Regiment Finnen durch Wenigenehrich gezogen. Eodem [die] Schlange mit denen Leichen[1] in das Eichsfeld kommen. Eodem [die] etzliche Croaten vor Mühlhausen viel Pferde genommen. Den 30. Juli unsere Schließerin zu Sondershausen begraben worden. Den 31. Juli eine keyserliche Party vor Salza 24 Pferde genommen.

[1]Es war nicht ungewöhnlich, dass eine Leiche über mehrere Wochen durch das Land transportiert wurde, bis sie in einer Kirche würdevoll begraben oder in die Heimat überführt werden konnte. Johan Banérs zweite Ehefrau und deren erster Gatte Graf von Löwenstein wurden zunächst in Erfurt beigesetzt, dabei einbalsamiert und im Anschluss in einem Bleisarg nach Schweden überführt.


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