Volkmar Happe Teil II, f. 36v
[1636.07]

Den 14. Juli aber etzliche Reuber zu Schlotheim 13 Pferde genommen. Dann sind sie auf Holzthaleben marchiret. Die Bauren aber daselbst sind es innen worden, heraus gefallen, die Reuber angriffen und ihnen acht gestohlene Pferde wieder genommen, auch theils ihre eigene Pferde. Diese Zeit haben sich die Wasser zu Erfurt, Weimar und andern vielen Orthen in Blut verwandelt[1]. Den 15. Juli haben wir Unseres Gnädigen Herrn Sachen der Kriegs Gefahr halber nach Erfurt geführet. Den 18. Juli den armen Leuthen zu Toba zwey Pferde genommen worden, ist eines Valtin Knütteln gewesen.

[1]Große Schmetterlingsschwärme können die Rotfärbung des Regenwassers verursachen, Seen, Tümpel, Wassergräben etc. färben sich durch Algen oder Pollen in blutig aussehende Gewässer. Siehe hierzu auch: Rehefeld, Blut-Geschichte


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