Michael Heubel, f. 102
[1632.11]


Anno
1632
.
recognosciret und umb 2 Uhr auch durch Spielung der kleinen Stücken die Keyserlichen zuerück getrieben und eine Standar[te], darauf die Fortun[1] gestanden, erhalten.
Schlacht vor Lützen Den 6. November wahr die Schlacht vor Lützen, in welcher der König todt geblieben und hochbeklaget worden, Hertzog Bernhardt zu Sachsen und Herr General Gustav Horn aber erhielten mit der schwedischen Armee wider die Keyserlichen das Feldt und den Sieg. Hertzog Bernhardtnahm darüber Zwicke ein[2] und besetzte die Stadt.


[1]Vollständig müsste es heißen: "vnd deß Röm. Reichs Adler", vgl. Rudert, Kämpfe um Leipzig, S. 89.
[2]Vgl. dazu die Darstellung des Erzgebirgschronisten Christian Lehmann in seiner "Kriegschronik", S. 59: "Alß der Wallensteiner nach der Lützner schlacht von Leipzig nach Altenburg, Zwicka vorbey nach Eger in Böhmen flüchtig und erschrocken in Böhmen gangen und einquartirt hatte, hatte Hertzog Bernhart untterdeßen nach eroberung Chemnitz’ Seine Volcker in der Herren Reußen landt umb Ronnenburg außruhen laßen, biß er den 10. December [jeweils im Folgenden a. St.] die Infanteri darvon vor Zwicka, darin Ernst von Suys, ein Freyherr auß Brabant, mit 1149 Mann zue Fuß in 25 fahnen und 800 Pferd gelegen und commandiret, und den 15. December am Catholischen Christag die Cavallerey geführet und biß auf den Evangelischen Christtag, den 25. December, an welchen Er breche geschoßen, das mann Das krachen und Donnern darvon in diesen gebirge gehöret, hatte geengstiget, daß Sie mit accordo abziehen müßen, nach deme Sie 18 wochen 4 tage darinnen gelegen und 15 tage belägert gewesen. Die zogen den 27. December ab durch diß gebirg mit großen schaden der Inwohner".


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