Michael Heubel, f. 6


lange lebenten hochgräfliche Eltern [ Albert Anton von Schwarzburg-Rudolstadt, Aemilie Juliane von Barby-Mühlingen], vor hohe landesväterliche höchstfleißige Vorsorge in vorigen bösen und ietzige[n] Zeiten für dero Land und Leüthe getragen, und zuegleich auch etlicher Maßen ersehen, was hiebevor vor hohe Officirers dem hochgräflichen Hauße Schwartzburg[1] geneigt, theils auch in vielen her zuwider gewesen, ingleichen auch, wie treylich dero Unterthanen sich erwiesen, der unterthänigen Zuversicht lebente, es werde Euer Hochgräfliche Gnaden diese meine geringe, einfältige, jedoch gehohrsame Intention sich gnädig gefallen lassen und dessen unterthänige gehohrsame wohlmeinende Zuschrift

[1]Rudolstadt wird Anfang des 9. Jahrhunderts erstmals erwähnt. Anfang des 13. Jahrhunderts unterstand es noch den Grafen von Orlamünde, 1326 erhielt es Stadtrecht und kam 1334/40 an die Grafen von Schwarzburg, seit 1599 Hauptort der Grafschaft. Bei der Landesteilung 1571erhielt die Grafschaft zwei Drittel der mit Reichsstandschaft begabten Oberherrschaft Schwarzburg mit Rudolstadt und Stadtilm und 1598 das zur Unterherrschaft gehörige Drittel Frankenhausen.


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