Hans Krafft, f. 139r
[1463.00]

Anno 1463 regierte die pestilenzische Seuche sehr stark im Thüringer Lande und um den Harz. Dazumal zu Erfurt allein gestorben an die 28.000 Menschen.[1]

[1] Diese Pestepidemie datiert allerdings ins Jahr 1464. Diese Zahl erscheint recht hochgegriffen. Um 1470 sollen in Erfurt und Sömmerda und fast hundert Dörfern, Burgen und Vorwerken zwischen 42.000 und 50.000 Menschen gelebt haben. Mägdefrau, Erfurt in der Geschichte Thüringens, S. 35. Bei Wagner, Pforr, S. 14, heißt es lakonisch: "Ist das sehr groß sterben geweßen, alßo das man daß beinhauß tieffer außgeworffen und ein newen baw aufhauben [aufführen] laßen".


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