Hans Krafft, f. 123v
[1303.00]

Anno 1303. In diesem Jahr sind die thüringischen Herren[1] mit der Stadt Erfurt Hilfe vor Weimar gezogen und in den Gerichten mit Brand und Raub nicht wenig Schaden getan. Darnach gewannen sie Hopfgarten[2], brannten das selbige gar aus und zerbrachen das Schloss.[3][Bl. 124r unbeschrieben]

[1] Gemeint sind hier außer Landgraf Albrecht II. dem Entarteten die Grafen von Orlamünde und die Herren von Lobdeburg-Leuchtenberg.
[2]Der Ort ("Hoppegartyn" wahrscheinlich Stutengehege) wird 842 erstmals erwähnt und gehörte unter die Herrschaft Vieselbachs. Die Ritterburg wurde 1303 wegen Landfriedensbruch vollständig zerstört, die dort hausenden Ritter wurden hingerichtet, alle Bücher und Schriften verbrannt. Das Dorf ging 1286, endgültig 1343 an die Stadt Erfurt.
[3] Vgl. dazu Beyer/Biereye, Geschichte der Stadt Erfurt, S. 71.


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