Hans Krafft, f. 142v
[1639.00]

Anno 1639 so ist dem Soldaten ein Ohr abgeschnitten[1] und das Ohr an den Galgen genagelt und ein Brief darunter [angebracht] und [der Soldat] zu den Toren hinaus getrommelt und verwiesen [worden]. [Bl. 143r unbeschrieben]

[1] Im Mittelalter war das Ohrenabschneiden häufig mit der Verweisung verbunden gewesen. Bei Diebstahl, Gotteslästerung und Tragen verbotener Waffen wurde meist ein Ohr abgeschnitten und an den Galgen genagelt. Das Abschneiden eines Ohres galt als Strafe und Warnung zugleich, in Zukunft ein ordentliches Leben zu führen.


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