Hans Krafft, f. 168v
[1637.05,1637.07,1637.08]

Trupp nach Ilversgehofen und unser Volk liegt in einem Garten mit Wänden gemacht, haben zwei Feldstückchen mit Hagel geladet gegen den Hospital, schießen tapfer auf sie los. Und kommen ins Kampffeld und scharmitzieren wacker miteinander und schießen mit Stücken auf die Kaiserischen, dass [sie] ihrer gar genau 100 Mann ohne die Pferde erschossen haben. Der Unserigen sind nicht mehr denn zehn tot blieben. Den 2. Juli so ist der Obriste Kleine und der Sperreiter aufgezogen mit ihrem Volk. So hat unser Volk wacker mit großen Stücken vom Wall und unser Reiter und Fußvolk auf sie neingeschossen. Den 22. Juli so haben die Kaiserischen Hungerbachabgebrannt. Wie das der Commandant hört, so schickt er eilend etliche Reiter nach Melchendorf und lässt es in die Aschen legen. Die Kaiserischen haben etliche Fuder mit Getreide und viele Mandeln im Feld angesteckt und verbrannt.[1]


[1] Zu den auf Bl. 168 beschriebenen Ereignissen vgl. Beyer/Biereye, Geschichte der Stadt Erfurt, S. 559f.


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