Hans Krafft, f. 199v
[1636.12]

und seinen besten Constabel tot und ist seines Volks über 100 Mann tot blieben, dass von unserm Volk kein Mensch ist tot blieben, dann ein Hund, welcher aufm Spielberg vor ein Stück läuft, wird so troffen. Der obgedachte Generalfeldmarschall Banier hatte sein Hauptquartier in Daberstedt, so schießen unsere Constabel nauß, nehmen ihm von seiner Tafel[1] eine Schüssel mit Essen und einen Zinnteller. Da der Banier sieht, dass wir ihm gewachsen sein, so schickt er einen Trompeter gegen Schmidtstetter Tor, lässt unseren Herrn sagen, sie sollen innehalten, sie miteinander akkordieren. Es war bald zwölf Uhr, das war Banir sein Begehren, unsere Herren sollen ihm die Cyriaksburg und den Petersberg und die Schlüssel zu den Toren geben, dass er könnte aus und ein kommen.



[1] anscheinend handelt es sich hier um eine Wanderlegende. Ähnliches berichtet das Theatrum Europaeum III, S. 428, auch von der Belagerung der Veste Coburg am 22.3.1635, als die Belagerten in der Veste auf die Ehrenburg, das Quartier Lamboys feuerten.


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