Hans Krafft, f. 200v
[1637.02,1652.08]

Den Sonntag aufn Abend vor dem Schießen so schicken unsere Herren etlich Volk hinaus und lassen die Ledermühle schleifen und Ölmühlen in Brand stecken. Den [Leerstelle] Februar so haben die Soldaten die Kirche und die Schenke zu Daberstedt eingerissen und zerschleift.[1]
Den Freitag, 8. August anno 1652, so hat Johan Halnhorsten, des obersten Ratsmeisters Sohn, den Dekan in der Himmelpfortenerstochen.
Auf Andreas Junkricht seiner Tochter Hochzeit ersticht Kangießer den Contra am Reigen auf dem Tanzboden. Er, Melchor Kangießer, hält sich bei dem schwedischen Oberst auf und geht mit in Schweden, so ist gleichwohl der Contra tot.



[1] Die Anon., Erfurttische Chronica, S. 356, berichtet, dass im April 1633 mit dem Abriss Daberstedts begonnen wurde, um dem Feind die Möglichkeit des Aufenthalts zu nehmen und zu verhindern, dass die Bürger nicht zum Biertrinken nach Daberstedt gingen. Wagner, Daberstedt, 3. 35ff., datiert den Abriss auf den 2.3.1632.


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