Hans Krafft, f. 49r
[1623.07,1651.00,1652.00]

Anno 1623 im Juli hat das ehrwürdige Ministerium und ein ehrenfester Rat die Betstunde auf den Freitag [an]geordnet,[1] wegen bevorstehender Kriegsgefahr des Kaiser und Monsieur Tilly, des Bayernfürsten und den Cortua und den Spinola beneben ihres Anhanges mit ihrem Volk. Anno 1651, so haben unsere Herren, die Geistlichen, die Betstunden am Nachmittag eingestellt, bis auf Doktor Bartolomäus Elsner senior, und Pfarrherr zu den Barfüßern. Anno 1652 ist die Betstunde auf den Donnerstag verlegt worden in allen Pfarreien, weil der liebe Gott seine Strafe wegen der Sünden mit großen Wassern allenthalben straft.

[1] So auch vermerkt von Fritz, Erfurtische Chronica, S. 540, unter dem Datum des 3.7.1623. Gemeint ist hier ein öffentlicher Buß- und Bettag angesichts möglicher Kriegsgefahren. Vgl. die häufigen Erwähnungen in der Schmalkaldischen Chronik Pforrs.


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