Hans Krafft, f. 49v
[1615.00,1624.00,1653.00,1660.11]

Anno 1615 so wird gedacht, dass man soll in unseren evangelischen Kirchen für den Churfürsten zu Mainzgebetet haben,[1] des Gleichen anno 1624 soll man auch in unseren Kirchen für den Churfürsten gebeten haben. Anietzo, anno 1653, ist dem Rat und den Vormundender Handwerke und vor den Toren vom Kaiser und dem Churfürsten zu Mainz ein Mandatum poenali[a] von 50 Mark lötigen Goldes zugeschrieben worden, wann wir nicht in unseren evangelischen Kirchen für ihn bitten werden. 11. November 1660 ist in unserer Kirche Bartholomäus für den Churfürsten zu Mainzgebetet worden.[2]

[1]So auch vermerkt von Fritz, Erfurtische Chronica, S. 470, unter dem Datum des 13.3.1615.
[2] Nach Ablehnung des sogenannten "Schwalbacher Exekutionsrezesses" durch den Rat wurde eine kaiserliche Kommission eingesetzt, deren Leiter der Günstling Schönborns, der Protestant Johann Christoph Freiherr Schenk von Schmidberg, die Aufnahme des Kirchengebets für Schönborn anordnete. Press, Erfurter Reduktion, S. 397.
[a] Strafgeld. Sprachlich korrekt wäre mandatum poenale.


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