Hans Krafft, f. 9v
[1634.12,1647.00,1654.05]

Anno 1634 den 18. Dezember am Donnerstag, ¼ auf drei Uhr morgens früh, in hoc signo[1] , so ist mein Sohn Andreas Krafft zur Welt geboren. Den Freitag darnach so ist er durch Andreas Erbhartten Kornmeister zum christlichen Glauben der heiligen Taufe gebracht worden. Der liebe Gott helfe, dass er möge ein Kind und Erbe des ewigen Lebens sein und bleiben, das wolle er tun um seines lieben Sohnes Jesu Christi willen amen amen amen. Anno 1647 zu Doctor Bartholomäus Eltischer Zeit, da er Magnificus war, ist Andreas deponiret worden.[2] 1654, auf Himmelfahrt, hat er in Vieselbach seine erste Predigt getan,[3] der liebe Gott gebe ferner Gnade.

[1] in diesem Zeichen. Die im Original folgenden astrologischen Symbole bezeichnen Steinbock und Mars.
[2] hat Andreas ein Predigerstudium aufgenommen.
[3] Andreas Krafft studierte vermutlich nicht in Erfurt; sein Name ist in den Erfurter Matrikeln nicht verzeichnet. Er wird auch nicht als Geistlicher in Vieselbach genannt. So dürfte Kraffts Vieselbacher Predigt wohl eine Probepredigt gewesen sein. Da der Ortsname Vieselbach im Manuskript jedoch eine Korrektur ist, könnte die Predigt auch an einem anderen Ort gehalten worden sein (vgl. Jacob, Ein Erfurter Familienschicksal, S. 104).


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