Caspar Heinrich Marx (Diarium), f. 45r
[1632.11]

1632
Novembris
Ihre Fürstliche Durchlaucht | Hertzog Wilhelm von Weimar| begehret, darmit kunftigen Montag einen furnehmen Gestorbenen officirer[1] zumb begräbnis des Stifts Beatæ Mariæ Virginis geleite geschehen mögte.
Respondi[a] wan es Ihrer Fürstlichen Durchlaucht befehl, solten die Herrn den glockener zue sich beruefen undt mit ihme handlen.
Domenica[b] 28. / 18. 9bris.
habe ich (mit guetachten Herrn Cantoris, Herrn Glebens undt Winters) den königlichen Herrn Residenten durch Johan Speerschneitern daß gestrige begehren | daß Geleut belangent |andeuten lassen, | bevorab, weil auch Nicol, der glockner [Sancti] Severi, berichtet, es wehre den vorigen tag daß geleut zue Kaufmans kirchen undt zum Regulern inhibiret worden) |welcher durch Beniamin haben Seine Excellentz durch Benia ihren diener Beniaminandeute befohlen, wofern es Ihrer Fürstlichen Durchlaucht befehlig, mögte es geschehen; were es Aber auf der Soldaten begehren alleine | solte es nicht |geschehen.
Per. 2. 29. / 19. 9bris.
Hans Speerschneitern undt Hans Sommern den Glöckener zue gewisser Versicherung fur die Fürstl[iche]n Cantzlei geschickten ist in der frau Grieben behausung geschickt, ist von den Fürstlichen hofiunckern angezeigt, es wehre Fürstlicher befehlich, daß geleutet werden soll imb Stift, undt, wofern es daß Stift nicht thue verrichten lassen wöllen, wolten sie es thun.
Hierauf den leutter[2] das geleut zuethun anbefohlen worden.

[1] Möglicherweise handelte es sich dabei um Nils Brahe Graf von Visingborg.
[2]Glöckner
[a] antwortete ich
[b] Sonntag


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