Caspar Heinrich Marx (Diarium), f. 75v
[1633.09]

1633.
7ber
wöllenn, allein gebetten, unß mitt begehrter subscriptionis donationis oder Regiae permissionis zuverschönenn[a] welches hierher impertinens[b] undt Jus tertii[c] ist, dero Jura zue fechten[1] unß nicht concernirt, dannenhero Standes undt Gewißens halber wihr nit können, So haben auch Glorwürdigstes Andenckens Ihre königliche Maiestät, Unser Weilandt Gnädigster Herr p., mehr nichst alß fidelitatem von unß erfordert, dorauff unß in allergnedigsten schuetz genommenn undt gemäß darfur gehaltenn, waß hoheit undt Religions obrigkeit in der welt, weil es auch seyn, nichst anders undt mehrers von unß erfordern könte. Alß gelanget an Euer Wohl Edel Gestrengheit unser underthenig [er]suchen, Sie unserer großgünstiger patron und promotor sein wölle, darmit Ein Ehrenfester hochweiser Raht dießenn unßern gethanen anerbieten Stadt gebenn, undt uns under ihre protection undt schuetz[2] (: da wier ohne das meistentheilß burgers kinder, undt unßere Eltern alß bürgern bey leben, auch biß dato in dero von uns der Cron Schwedenn geleisteten Subiection undt fidelität in allem bequemb erzeichet[3] :) großgünstig aufnemen wollenn. Euer Wohl Edel Gestrengheit Götlicher protection embfehlendt. Geben Erffurth, den 17. / 27. Septembris Anno[d] 1633.
Euer Wohl Edel Gestrengheit
Underthenige,
|An koniglichen Herrn Residenten, Alexandrum Esken.|
Dechant, Scholaster, Cantor
Senior undt Capitularenn
Unßer lieben Frauenn
Stiffts Kirchen in Erffurdt

[1]um die Rechte zu streiten
[2]hier als 'Schirm und Schutz' zu verstehen
[3]in allem angepasst
[a] mit verlangter Unterschreibung (Anerkennung) der Schenkung oder mit königlicher Erlaubnis zu verschonen
[b] welches hierher nicht dazu gehört
[c] das Recht eines Dritten
[d] im Jahr


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