Caspar Heinrich Marx (Diarium), f. 93r
[1635.01;1635.02]

ANNO[a] M. D. C. XXXV.
Dienstag 23. / 13. Januarii
Begehrte Herr Feldmarschalck Banier zwei Regimenter[1] in hiesige Stadt einzuenehmen: der Magistrat aber schlug es ab.
Mitwoch 24. / 14. Januarii
Hielt daß Lohausische Regiment fur den Thor, begehret herein; wardt recusiret.
Under dessen streiften die Chur Sachsische Soldaten ziemblich auf die Banirische, setzten selbige ab[2] undt iagten sie aus underschiedenen Quartiren, sonderlich waß unter die Sachsische Lini[3] gehorig, musten die Banirischen quitiren undt den Chur Sachsischen weichen. Hielten die Chur Sachsischen mit den auf der nehe liegenden keiserischen Soldaten guete Correspondentz.
Es ward auch das Banirisch grobe geschutz von hinnen auf Magdeburg gefüret.
Dienstag 13. / 3. Februarii.
Nach deme vomb Schwedischen Residenten Herrn Alexandro Esken auf Halle schriftlichen an hiesigen Magistratum begehret, etliche ihres mittelß[4] naher Halle abzueordnen, solte mit ihnen der |fernern|Einquartirung [wegen] tractiret werden. Wardt die Personliche Abschickung recusiret undt eine schriftliche Andwort abgeschickt.

[1]Wahrscheinlich handelt es sich um die beiden Regimenter des Grafen Hoditz, die bis dahin in Eisenach gelegen hatten. Vgl. HAPPE, Chronicon Thuringiae I, fol. 360v, 361r, 362r.
[2] entfernten
[3]Sächsische Linie
[4]aus ihrer Mitte
[a] im Jahr


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