Volkmar Happe Teil I, f. 391v
[1632.11;1635.05;1635.06]

Knabelein, ohnegefehr von einem viertel Jahr alt, in der Sta[d]t liegend gefunden. Das hat der Rath lassen aufziehen, und dieweil mann seine Ankunft und Nahmen nicht gewusst, ist es ingemein nur Hänßlein Pappenheim genennet worden. Nachdeme mann aber gezweifelt, ob solch Kind möchte getaufet sein oder nicht, ist ex decreto consistorij nostri[a] solch Kind den 19. Mai anno 1635, als den dritten Pfingsttag, nachdem es drey Jahr alt, reden und laufen können, zu Greußen offentlich getaufet worden[1]. Dabey eine große Menge Volck gewesen. Den 24. Mai hat der neue Pfarrherr Valentinus seine erste Predigt alhier zu Ebeleben gethan.

[1]Dieser Taufakt ist insofern ungewöhnlich, als es im lutherischen Protestantismus üblich war, das Kind unmittelbar nach der Geburt zu taufen.
[a]nach dem Beschluss unseres Consistoriums


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