Hans Krafft, f. 84v
[1310.00]

Anno 1310 zogen die Erfurter zusammen mit ihren Bundesgenossen abermals aus und taten dem Landgrafen in Thüringen großen Schaden mit Raub und Brand. Schonten weder Kirchen noch Klausen, wurden auch darüber von des Landgrafen Volkredlich geklopft,[1] also dass ihnen über 70 gute Mann abgefangen worden, und derer von Erfurt ihr Hauptmann, Lutwig von Gattern, mit 100 Pferden auch gefangen, die sich alle mit großem Geld lösen müssen, ohne den von Güttern, welchen der Landgraf ließ im Gefängnis sterben. Gleichergestalt wurden denen von Erfurt zu Zimbern [2] auch bei 100 Mann abgefangen und etliche zu Tode geschlagen.

[1] geschlagen worden, eine empfindliche Niederlage eingesteckt. Am 17.7.1310 schloss Friedrich der Freidige mit Erfurt Frieden. Dieser Vertrag begründete das wettinische Schutzrecht gegenüber Erfurt, indem der Landgraf der Stadt verschiedene Rechte bestätigte, um seine Verhandlungsposition gegenüber dem Mainzer Erzbischof auszubauen. Vgl. Mägdefrau, Erfurt in der Geschichte Thüringens, S. 32f.
[2] Zimmern a. d. Salza südlich von Bad Langensalza ? Möglich wären aber auch Niederzimmern und Zimmernsupra.


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